Weitere Corona-Maßnahme: Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen soll kommen

Am heutigen Dienstag will die Stadt entscheiden, wo in München ein Alkoholverbot gelten könnte – wahrscheinlich in der Fußgängerzone und am Viktualienmarkt.
von  Christina Hertel
Ein Bild vom vergangenen Winter: Ein Schild weist auf das bestehende Alkoholverbot in München hin.
Ein Bild vom vergangenen Winter: Ein Schild weist auf das bestehende Alkoholverbot in München hin. © Peter Kneffel/dpa

München - Es gibt Glühwein, es gibt Stollen, es gibt Holzhütten und leuchtende Sterne – eigentlich kann man sich auf dem Viktualienmarkt zur Zeit wie auf einem Christkindlmarkt fühlen, obwohl die ja eigentlich verboten sind. Doch damit könnte es schon ab Mittwoch vorbei sein – zumindest mit den wärmenden alkoholischen Getränken.

Denn am heutigen Dienstagnachmittag trifft der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) seinen Krisenstab und will dann darüber entscheiden, wie ein Alkoholverbot in München ganz genau aussehen könnte. Schon ab Mittwoch, heißt es aus dem Rathaus, könnte es in Kraft treten. Momentan arbeitet das Kreisverwaltungsreferat gemeinsam mit der Polizei an der genauen Ausgestaltung.

Alkoholverbot in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt?

Hintergrund ist, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Ende der vergangenen Woche ankündigte, dass er Kommunen die Möglichkeit geben will, ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen zu erlassen.

OB Reiter befürwortet dies: "Es wäre absolut unverständlich gewesen, einerseits den Christkindlmarkt mit seinen Glühweinständen wegen Corona abzusagen, aber gleichzeitig den Alkoholkonsum auf Plätzen mit vielen Menschen weiter zuzulassen." Gelten könnte das Verbot zum Beispiel in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt, heißt es.

Dort herrschte schon im vergangenen Winter ein Alkoholkonsumverbot. Doch das Kreisverwaltungsreferat muss dies erst juristisch genau prüfen. Denn vor einem Jahr hatte das Verwaltungsgericht das stadtweite Alkoholverbot gekippt.