Unterföhring: Schreiender Mann (21) mit Messer sorgt für Polizei-Großeinsatz

Mit einem Messer in der Hand taucht der arbeitslose Münchner in Unterföhring auf und droht, eine komplette Familie auszulöschen.
von  Ralph Hub
Mehr als zehn Streifen der Münchner Polizei waren im Einsatz. (Symbolbild)
Mehr als zehn Streifen der Münchner Polizei waren im Einsatz. (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa

Unterföhring - Seine unkontrollierten Wutausbrüche und seine Aggressivität vergraulten bereits die Freundin des 21-Jährigen aus München. Sie gab ihm den Laufpass, doch damit kam der Arbeitslose noch viel weniger zurecht.

Unterföhring: Mann hantiert mit Messer und schreit laut

Am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr tauchte er vor dem Haus auf, in dem die Eltern seiner Ex wohnen. Er schrie herum und drohte die komplette Familie "kalt zu machen", sie "abzustechen". Dabei fuchtelte der Mann mit einem Messer herum. Der 21-Jährige machte einen verwirrten Eindruck und schien sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Ein Anwohner verständigte schließlich die Polizei. Mehr als zehn Streifenwagen rückten bei der Adresse in Unterföhring an, um den Verdächtigen festzunehmen.

Schwer bewaffnete Spezialeinheiten standen bereit, um im Notfall sofort eingreifen zu können. "Anfangs war die Bedrohungslage völlig unklar", sagt Polizeisprecher Gordon Winkel.

Der 21-Jährige war da allerdings bereits schon wieder verschwunden. Die Polizisten fuhren zu dessen Wohnung, weil sie Hinweise bekommen hatten, dass der Gesuchte sich dort aufhalten könnte. Tatsächlich trafen die Beamten den 21-Jährigen in seiner Wohnung an. Er wurde festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht.

Die Polizisten durchsuchten die Wohnung des Verdächtigen. Dabei wurde das Messer, das der 21-Jährige dabeigehabt hatte, zwar nicht gefunden, dafür aber eine geringe Menge Marihuana und einige Gramm Kokain. Der 21-Jährige wurde nach der Vernehmung wegen Fremd- und Eigengefährdung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein Gutachter muss klären, ob der Münchner zurechnungsfähig ist und ob möglicherweise weiterhin eine Gefahr von ihm ausgeht.