International gesucht: Krimineller am Münchner Flughafen gefasst

Bei der Einreise nach München hat die Polizei einen 39-Jährigen mit gefälschtem Pass festgenommen. Die Schweizer Behörden werfen ihm versuchten Totschlag und Drogenhandel vor.
von  AZ
Die Bundespolizei am Münchner Flughafen hat den 39-Jährigen festgenommen.
Die Bundespolizei am Münchner Flughafen hat den 39-Jährigen festgenommen. © Bundespolizei Flughafen München

Bei seiner Einreise nach München hat die Polizei einen 39-Jährigen mit gefälschtem Pass festgenommen. Die Schweizer Behörden werfen ihm versuchten Totschlag und Drogenhandel vor.

München - Bei der Einreise von Pristina nach München haben Bundespolizisten am Flughafen einen 39-jährigen Kriminiellen mit gefälschtem Pass festgenommen, der von den Schweizer Behörden dringend gesucht worden war - ihm drohen knapp sechs Jahre Haft.

Vorwurf: Versuchter Totschlag und Drogenhandel

Die Schweizer Strafverfolger hatten demnach schwere Vorwürfe gegen den 39-Jährigen erhoben - unter anderem wegen versuchten Totschlags, Drogenhandels und unerlaubten Waffenbesitzes. So soll er beispielsweise bereits im Juli 2009 versucht haben, im Zusammenhang mit einem Drogendeal sein Gegenüber mit drei Schüssen aus seinem Revolver zu töten, sein Ziel aber verfehlt haben, heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei nach der Festnahme vom vergangenen Samstag am Münchner Flughafen.

"Weiterhin werfen ihm die Schweizer Strafverfolger vor, in den Jahren 2008 bis 2011 mehrere Kilogramm Marihuana und Kokain unters Volk gebracht und selbst konsumiert zu haben". "Zudem soll er sich unter Drogeneinfluss auch ans Steuer seines Wagens gesetzt haben. Als Eigentümer einer Handwerksfirma soll er drei Landsleute in dem Wissen beschäftigt haben, dass diese im Besitz gefälschter italienischer Ausweisdokumente waren.", so die Bundespolizei.

39-Jährigem droht Auslieferung in Schweiz 

Sozialbeiträge aus diesen Arbeitsverhältnissen soll er demnach nicht an die Sozialversicherung überwiesen und so einen Schaden von knapp 28.000 Schweizer Franken verursacht haben.

"All dies quittierte ihm die Schweizer Justiz im November 2012 mit einer Verurteilung zu sechseinhalb Jahren Haft", teilte die Bundespolizei mit. Der 39-Jährige sitzt nun in einem Gefängnis in Landshut und wartet auf seine Auslieferung in die Schweiz.

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