Zwischennutzung in Neuhausen: Neue Ateliers für München

Beim Eiscafé Sarcletti in Neuhausen soll eine Oase für über 30 Künstler entstehen.
von  Eva von Steinburg
Künstler arbeiten jetzt in der Schulstraße in Neuhausen.
Künstler arbeiten jetzt in der Schulstraße in Neuhausen. © Euroboden

Neuhausen - Bis 2018 wurden hier Medizingeräte gefertigt: in den grünen Gebäuden der Fabrik Wagner in der Schulstraße.

Ab Oktober sollen hier 30 bis 40 Künstler ihre Ateliers einrichten können. Wenn eine Grundreinigung stattgefunden hat. Das Gutachten zur Schadstoffsanierung steht noch aus.

Die Firma Euroboden hat das Wagner-Gelände zwar gekauft, doch erst in zwei Jahren will Euroboden auf dem Areal mit dem Bau von Wohnungen beginnen.

Zwischennutzung mit Ateliers: 20.000 Euro vom Kulturreferat?

Als Zwischennutzung könnten bis dahin Münchner Kreative die Fabrik-Brache für sich nutzen. Der Verein Domagk Kunstunterstützung (Doku) will die Atelierräume an Künstler vergeben.

Unter dem Namen "Domagk-Herz Neuhausen" übernimmt Doku die inhaltliche Ausrichtung. Der Verein will die Nachbarschaft mit einbinden. Für Mieten von acht bis zwölf Euro pro Quadratmeter könnten Kreative die 1.200 Quadratmeter nahe des Eiscafé Sarcletti nutzen, so der Plan: Die Hallen der alten Stanzerei und der Galvanisierungsstraße samt Hof.

Lars Mentrup, Vorsitzender des Doku sagt: "Hoffentlich ist die Schadstoffsanierung nicht zu teuer. Vom Kulturreferat sind uns 20.000 Euro Zuschuss in Aussicht gestellt worden."

Großteil der Ateliers ist noch nicht vergeben

In den Werkshallen sind 40 Jahre lang Bleche beschnitten und in Form gepresst worden. Hier wurden Gehäuse für Sterilisatoren für Krankenhäuser gebaut.

Um die Gebäude in Ateliers aufzuteilen, hat der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg einen Zuschuss von 10.000 Euro zugesagt. Der Großteil der Ateliers ist noch nicht vergeben. Bewerbungen werden über die Website www.doku-ev.de laufen. Für die Reinigung von Schadstoffen bittet der Verein um Spenden.