Versuchte Vergewaltigung in München-Forstenried: Polizei sucht wichtige Zeugin

Der Vorfall liegt ein halbes Jahr zurück - die Polizei München hofft aber, die Frau zu finden, die mutmaßlich half, im letzten Moment eine Vergewaltigung zu verhindern.
von  Lukas Schauer
Die Polizei sucht eine wichtige Zeugin.
Die Polizei sucht eine wichtige Zeugin. © imago images/Fotostand

Forstenried - Die Ermittler vom Kommissariat 15 (Sexualdelikte) suchen eine wichtige Zeugin im Fall einer versuchten Vergewaltigung aus dem vergangenen Herbst. Das Opfer, eine damals 14-jährige Schülerin hatte sich erst Anfang Februar ihrer Mutter anvertraut.

Laut Polizei war die Schülerin am 14. September zwischen neun und halb zehn Uhr abends in der Limmatstraße in Richtung Drygalski-Allee unterwegs gewesen, auf einem schmalen Weg in einem kleinen Grünstreifen zwischen Forstenrieder Allee und Drygalski-Allee. Dort wurde sie von einem Unbekannten angesprochen.

Zeugin verhindert Vergewaltigung

Plötzlich hielt ihr der Mann laut Polizei den Mund zu und drängte sie in ein Gebüsch. Dort versuchte er, ihr in die Hose zu fassen. Eine Passantin wurde auf die Situation aufmerksam und sprach die Schülerin an, woraufhin der Täter flüchtete. "Die Frau hat dadurch wahrscheinlich eine Vergewaltigung verhindert", so Polizeisprecher Gordon Winkel. Für die Beamten ist sie nun eine wichtige, weil vermutlich die einzige Zeugin des Vorfalls.

Die mittlerweile 15-Jährige vertraute sich erst ein halbes Jahr später ihrer Mutter an, die sofort zur Polizei ging. Den mutmaßlichen Täter konnte das Opfer nur sehr vage beschreiben: Männlich, 180-190 cm groß, braune Augen, dunkel gekleidet, Kapuze. Die Ermittler bitten nun die nach wie vor unbekannte Frau sowie etwaige weitere Zeugen, sich zu melden. 


Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Limmatstraße und Drygalski-Allee in Forstenried Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere die bislang unbekannte Zeugin, die auf den Vorfall aufmerksam wurde, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.