Tiefgarage am Josephsplatz bleibt ein Aufreger

Erst trieb der Plan für die Tiefgarage Anwohner auf die Bäume. Jetzt fordern Politiker im Stadtrat bei umstrittenen Bauvorhaben wie in der Maxvorstadt generell mehr Transparenz.
von  Anne Hund
Sie kletterten hoch hinauf: So haben Anwohner gegen das Fällen der Bäume am Josephsplatz protestiert.
Sie kletterten hoch hinauf: So haben Anwohner gegen das Fällen der Bäume am Josephsplatz protestiert. © Binder

Erst trieb der Plan für die Tiefgarage Anwohner auf die Bäume. Jetzt fordern Politiker im Stadtrat bei umstrittenen Bauvorhaben wie in der Maxvorstadt generell mehr Transparenz.

Maxvorstadt - Die Diskussion um die Tiefgarage am Josephsplatz, aber auch andere Bauvorhaben in der Stadt nehmen Politiker im Stadtrat jetzt zum Anlass, mehr Transparenz zu fordern. 

Gerichtet an die Stadtverwaltung haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen sowie der Rosa Liste am 13. März einen Antrag gestellt. Der Stadtrat möge entsprechend zustimmen.

In dem Antrag heißt es: 
"Die Stadtverwaltung wird beauftragt, bei allen zukünftigen Bauvorhaben der Landeshauptstadt Lagepläne beizufügen oder in die Vorlagen einzuarbeiten, aus welchen folgende Merkmale ersichtlich hervorgehen:
* Zuschnitt des Flurstücks
* Voraussichtliche Lage der Baukörper auf dem Grundstück
* Baumbestand (erhaltenswert / nicht erhaltenswert / zu fällend)
* Geplante Pkw-Stellplätze

Zur Beründung führen die zwei Fraktionen aus: "Ohne einen genauen Plan ist es oft schwer bis unmöglich zu erkennen wie ein Bauvorhaben auf dem Grundstück geplant ist und was die Bebauung in Hinblick auf Baumfällungen oder zu schaffende Stellplätze bedeutet. Gerade im Hinblick auf das wenige Grün in manchen Stadtteilen ist eine schonende Bebauung und die Erhaltung von so vielen Bäumen wie möglich eine sehr wichtige Aufgabe."

Sowohl der Stadtrat als auch die Münchner Bürger sollten vorab besser informiert werden, so die Forderung. Lagepläne seien dabei "unverzichtbar".

Wie berichtet, hatten Anwohner und Aktivisten gegen die Abholzung am Josephsplatz und den Bau von 265 unterirdischen Stellplätzen demonstriert.