Streit: Was passiert mit dem Wasserturm?

Der Wasserturm an der Heidemannstraße ist ein Denkmal. Um ihn vor dem Verfall zu retten, will der Bezirksausschuss Wohnungen und Ateliers einziehen lassen.
von  Ferdinand Otto
Wie den Wasserturm nutzen?
Wie den Wasserturm nutzen? © Wikipedia/Bukk

Freimann -  Man sieht ihn schon von Weitem, mit seinem grauen abweisenden Beton, den kleinen Fenstern wie Schießscharten und dem quadratischer Grundriss überragt er die anderen Häuser in der Gegend.

Der Wasserturm an der Heidemannstraße ist nicht mehr in Betrieb, dafür ein Denkmal.  Ein Denkmal, das droht, zu verfallen.

Um den Wasserturm vor dem Untergang zu schützen, wünscht sich der zuständige Bezirksausschuss, dass wieder Leben einzieht in das alte Gebäude. Modernes Wohnen, Künstler-­-Ateliers und Büros, das schwebt der Mehrheit der Stadtteilpolitiker vor.

Doch es gibt auch kritische Stimmen. Denn diese Pläne hätten einen Haken: Aus Brandschutzgründen müsste an der Außenwand eine Feuertreppe in den angeschraubt werden.

Einige Politiker aus der CSU-­Fraktion sehen dadurch den Denkmal-­Charakter des Wasserturms in Gefahr.

Ihre Lösung: Belebung ohne den Denkmal-­Status aufs Spiel zu setzen.

Die anderen Fraktionen widersprechen. Sie glauben nicht, dass eine Feuertreppe an dem Denkmal etwas ändern würde.

Wie konkrete Bau-­Pläne für den Wasserturm aussehen könnten ist noch unklar. Der Bezirksausschuss hat erst einer „Nutzungsänderung“ zugestimmt. Damit ist noch nicht festgelegt, was und wie zukünftig im Wasserturm gebaut wird.