Sollen Radler weg vom Gehweg?

Radfahrer und Fußgänger teilen sich den Gehsteig rechts und links der Augustenstraße. Vor allem zwischen Görrestraße und Briennerstraße wird's eng.
von  Sarah Still
Viel Verkehr auf der Augustenstraße.
Viel Verkehr auf der Augustenstraße. © Petra Schramek

Radfahrer und Fußgänger teilen sich den Gehsteig links und rechts der Fahrbahn in der Augustenstraße. Vor allem zwischen Görrestraße und Briennerstraße wird es eng.

Maxvorstadt – Der Bezirksausschuss  hat den Antrag gestellt, die Fahrradwege in der Augustenstraße auf der Ost- und Westseite zwischen Görresstraße und Briennerstraße komplett nur für Fußgänger freizugeben und baulich zu verändern.

Der Ist-Zustand: Ein schmaler Fußweg, den sich Fußgänger, samt Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Radfahrer teilen. Eng sei es in der Augustenstraße zwischen Görrestraße und Briennerstraße.

Der BA stellt jetzt den Antrag, diesen Teil des Gehweges für Radfahrer komplett zu sperren und auch bauliche Veränderungen vorzunehmen.

Momentan dürfen die Radfahrer den Gehweg noch benutzen.

Theoretisch. Denn: „Es ist sowieso schon keiner mehr“, sagt Andreas Art von der CSU. Von ihm ist die Initiative ausgegangen.

Radfahrer und Fußgänger würden sich an dieser Stelle gegenseitig behindert. Wie sinnvoll die Veränderung ist oder nicht, darüber waren sich die Mitglieder im Ausschuss nicht einig. „Es ist schwer zu vermitteln, warum wir einen Radweg abbauen“, sagt Sabine Thiele von Bündnis 90/Die Grünen.

Bei der Abstimmung stand es letztlich zwölf zu neun für den Antrag.

„Die Maßnahme würde die gesamte Situation auf den Gehwegen entspannt und die Qualität der Straße für die Fußgänger und auch Besucher der Cafés erheblich erhöhen“, heißt es in dem Antrag, der jetzt an die Stadt München geschickt wurde.