München: Massiver Polizeieinsatz bei Party an der Uni - Leopoldstraße gesperrt

Am Wochenende ist die Polizei stundenlang rund um die Uni gefordert. Zwei Beamte werden verletzt, die Feierenden hinterlassen jede Menge Müll.
von  AZ
Vor der Uni feierten am Samstagabend hunderte Menschen.
Vor der Uni feierten am Samstagabend hunderte Menschen. © Martha Schlüter

Maxvorstadt - Endlich warm, endlich halbwegs Sommergefühl und eine niedrige Inzidenz: Diese Kombination hat am Wochenende hunderte Münchner ins Freie getrieben - und die Polizei über Stunden gefordert.

Hotspot des Wochenendes waren der Professor-Huber-Platz und der Geschwister-Scholl-Platz an der Uni. Dort feierten laut Polizei knapp tausend Leute in der Spitze.

"Es wurde Alkohol getrunken, gegrölt und die Mindestabstände nicht eingehalten. Die Folge waren mehrere Mitteilungen durch Passanten wegen Ruhestörung und wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz", so die Polizei. Zahlreiche Beamte waren vor Ort und sprachen die Feierenden gezielt an.

Party vor Uni: Männer attackieren Polizei

Ein 18-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Freising quittierte das mit Schlägen gegen einen Beamten (25). Weil der Mann so aggressiv gewesen sei, sei er zu Boden gebracht und gefesselt werden. Hierbei wurde ein zweiter Beamter verletzt.

Unter ständiger Äußerung von Beleidigungen wurde der 18-Jährige anschließend zur PI 12 (Maxvorstadt) gebracht. Auch gegenüber einem verständigten Rettungsdienst soll er sich aggressiv verhalten haben. Letztlich musste die Polizei den Transport ins Krankenhaus begleiten. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt nun wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, Körperverletzung und Beleidigung.

Wenige Stunden später schmiss dann ein 19-Jähriger mit Wohnsitz in Memmingen eine Glasflasche in Richtung eines Polizeibeamten. Der junge Mann wurde festgenommen. Auch er wurde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt.

Polizei sperrt Straße - Dreck und Müll nach Party

Während des Polizeieinsatzes musste die Ludwigstraße für mehrere Stunden gesperrt werden, "um Gefährdungen zwischen Personen der Autoposerszene mit ihren Fahrzeugen und den Feiernden zu verhindern", berichtet die Polizei.

Als sich der Professor-Huber-Platz in den frühen Morgenstunden dann langsam leerte, zeigten sich die Hinterlassenschaften der Party: Die Feiernden hatten den Platz stark vermüllt und verdreckt zurückgelassen. Laut Polizei vor allem Glasscherben und Plastikmüll, davon viele nicht entsorgte Einmalverpackungen von Lebensmitteln.