Maxvorstadt: Mehr Kunst geht nicht

In dieser Woche staunt AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller über die bunte Vielfalt in Münchens Kunst-Areal.
von  Sigi Müller
Schon ein erhabenes Ensemble: das Lenbachhaus mit den goldenen Erweiterungsbau.
Schon ein erhabenes Ensemble: das Lenbachhaus mit den goldenen Erweiterungsbau. © Sigi Müller

Maxvorstadt - Wer gerne Kunst anschaut und Museen besucht, ist in München nicht nur gut, nein, sogar bestens aufgehoben. Viele Möglichkeiten gibt es, sich von der Muse küssen zu lassen, und das über die ganze Stadt verteilt. Ein Areal allerdings hat die größte Dichte an Museen und Kunstausstellungen. Manche davon kannte ich auch noch nicht.

Schon ein erhabenes Ensemble: das Lenbachhaus mit den goldenen Erweiterungsbau.
Schon ein erhabenes Ensemble: das Lenbachhaus mit den goldenen Erweiterungsbau. © Sigi Müller

Kunst am Königsplatz

Wussten Sie zum Beispiel, dass es im Kunst-Areal in der Maxvorstadt ein Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke gibt? Und das schon seit 150 Jahren? Ich wusste es nicht. Zu besichtigen ist es in der Katharina-von-Bora-Straße 10, die nach der Brienner Straße zur Arcisstraße wird. Und da sind wir dann ja schon mittendrin im Kunstareal.

Kreuzen wir die Brienner Straße, liegt zur Linken der Königsplatz mit der Staatlichen Antikensammlung und der im Moment geschlossenen, Glyptothek, an der Luisenstraße, gegenüber das goldglänzende Lenbachhaus. Und zur Rechten der Brienner Straße das NS-Dokumentationszentrum am Max-Mannheimer-Platz.

Die Alte Pinakothek.
Die Alte Pinakothek. © Sigi Müller

Museen, Konzerte und Wiesen

Weiter die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek, die Pinakothek der Moderne mit dem Futuro Haus auf der Wiese hinter dem Gebäude. Das sieht ein bisschen so aus, als wäre die Verwandtschaft vom Mars mal übers Wochenende zu Besuch. Nicht zu vergessen: das Museum Reich der Kristalle, dann an der Gabelsbergerstraße, Ecke Arcisstraße, das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst und an der Türkenstraße, Ecke Theresienstraße, auch noch das Museum Brandhorst.

Das Museum Brandhorst – unverkennbar wegen seiner bunten Fassade.
Das Museum Brandhorst – unverkennbar wegen seiner bunten Fassade. © Sigi Müller

Mehr geht eigentlich nicht, aber ich bin mir sicher, auch noch die eine oder andere Ausstellung übersehen zu haben. Zwischen den Museen, Kunstausstellungen und Kunstgalerien großzügige Anlagen, die auch wieder zur Kunst werden können, denkt man zum Beispiel an die vielen Tausend Mohnblumen von "Never again" im letzten Jahr am Königsplatz, oder auch an die Konzerte dort. Dazu Wiesen, die im Sommer zum Ausruhen und Spielen einladen. Eine wirklich schöne Gegend, vielseitig nutzbar und echt urban. Sicher nicht mit einem kurzen Spaziergang abgetan. Es ist ein besonderes Viertel, für das man sich ein bisschen mehr Zeit nehmen muss.

In diesem Sinne eine schöne Woche

Ihr

Sigi Müller

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