Flaggen-Massaker an der Residenz beendet

Das Zerfetzen hat ein Ende: Die Spitzen auf den Fahnenmasten der Residenz sind nicht mehr – und der hoheitliche Stoff weht in Frieden.
von  Linda Jessen
Autsch – der Spitz hängt fest im wolkenweißen Stoff.
Autsch – der Spitz hängt fest im wolkenweißen Stoff. © Djordje Matkovic

Altstadt - Stolz schmücken sie hoch oben das Dach der Residenz. Eine Brise streichelt die weiß-blaue und die schwarz-rot-goldene Flagge, die da droben befestigt sind. Die Masten stehen stramm zum Dienst, das goldene Köpfchen kratzt ein bisserl mit der schmucken Spitze am Himmel über der Altstadt.

Plötzlich saust ein Windstroß daher, packt die Fahnen, wirbelt sie empor und es tut einen Ratscher. Die Masten haben ihre Flaggen, gewiss ungewollt, verwundet. Immer wieder wenn's ein bisserl kräftiger bläst, reißen sich die Flaggen an den Spitzen auf. Ein Weh vom Wehen quasi. AZ-Leserreporter Djordje Matkovic hat's beobachtet und Mitleid gehabt.

Jetzt tragen die Fotodokumentationen ihre Früchte. Die goldenen Köpfchen recken die Masten inzwischen ohne den gefährlichen Spitz in die Höhe. Die Fahnen flattern im Sommerwind. Mal friedlich, mal ungestüm – und ganz ohne Ratscher.