Eine lange Nutzungsgeschichte

Ateliers, Wohnen und Freizeit: Das Areal der alten Funkkaserne wird vielfältig genutzt. Die Entwicklungen sind Teil einer Ausstellung in der Rathausgalerie.
von  AZ
Auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne entsteht gerade ganz viel neuer Wohnraum.
Auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne entsteht gerade ganz viel neuer Wohnraum. © Foto: Wikipedia/Bayerische Vermessungsverwaltung

Milbertshofen - Kaserne, Flüchtlingszentrum, Künstler­kolonie, Partylocation, Polizeistandort – die Nutzungsgeschichte des ehemaligen Funkkasernenareals an der Domagkstra ße ist vielfältig. Seit Anfang 2013 werden die baulichen Grundlagen für ein weiteres Kapitel geschaffen: Im neuen Stadt­ quartier sollen etwa 1.600 Wohnungen entstehen, ein Park und verschiedene soziale Einrichtungen. Die Entwicklung des Geländes ist Teil einer Ausstellung in der Rathausgalerie.

Die Ausstellung „Zukunft findet Stadt 2014 – München: Kontinuität und Aufbruch – Projekte und Programme aus zwei Jahrzehnten Stadtentwicklung“ zeigt über 100 ausgewählte Projekte und Programme aus den letzten 20 Jahren. Sie ist in der Zeit vom 15. Januar bis 9. März täglich von 11 bis 19 Uhr in der Rathausgalerie zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Teile der „alten“ Funkkasernen Geschichte werden auch weiterhin fortgeschrieben – sowohl die Bundespolizei als auch die Münchner Künstlerszene, die zu den ersten nichtmilitärischen (Zwischen)Nutzern des Geländes zählten, haben bereits jetzt ein dauerhaftes Domizil auf dem Areal erhalten.

Zwischen Domagkstraße und Frankfurter Ring wird ein lebendiges und dichtes Stadtviertel entstehen. Neben Wohnraum bietet es zahlreiche Freiflächen allem voran den grünen zentralen Park. Einrichtungen wie Kindertagesstätten, ein Haus für Kinder, Jugend und Familie, eine Grundschule, und verschiedene Läden sind über kurze Wege erreichbar. Der Stadtpark vernetzt alle Teile des Quartiers miteinander und stellt einen großzügigen Erholungsraum für alle Bewohner dar. Im Westen wird das Zentrum des Quartierslebens entstehen.

Hier befindet sich auch die Haltestelle der so genannten „Kasernentram“, die das Gebiet in das öffentliche Personennahver kehrssystem einbindet. Der städtebauliche Entwurf und die Bebauungsplanung für diese neue „Gartenstadt“ wurde durch ein Büro für solare und energetische Planungsberatung begleitet. So konnten bereits frühzeitig die Weichen für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen gestellt werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden Sie unter www.zukunft-findet-stadt.de und www.muenchen.de