Eine kunstvolle Bauzeit

Drei Jahre lang wurde am Lenbachhaus und seiner Galerie gebaut. Das Konzept und die Umsetzung werden auch in der Ausstellung in der Rathausgalerie berücksichtigt.
von  AZ
Kunst und Hochkultur: Im Kunstareal gibt es viel zu sehen wie das nagelneue Lenbachhaus. Dass das Viertel nicht nur sehens- sondern auch lebenswert bleibt, dafür sorgt die Bürgerbeteiligung.
Kunst und Hochkultur: Im Kunstareal gibt es viel zu sehen wie das nagelneue Lenbachhaus. Dass das Viertel nicht nur sehens- sondern auch lebenswert bleibt, dafür sorgt die Bürgerbeteiligung. © Stadt München

Maxvorstadt - Die Städtische Galerie im Lenbachhaus gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Kunst-Orten in München. Bautechnische, nutzungsbedingte und museale Mängel erforderten einen kompletten Umbau. Über das Projekt wird bei der Ausstellung zur aktuellen Münchner Stadtentwicklung in der Rathausgalerie ebenfalls berichtet.

Die Ausstellung „Zukunft findet Stadt 2014 – München: Kontinuität und Aufbruch – Projekte und Programme aus zwei Jahrzehnten Stadtentwicklung“ zeigt über 100 ausgewählte Projekte und Programme aus den letzten 20 Jahren.

Im Mai 2013 wurde die Galerie im Lenbachhaus – oder besser „Das Lenbachhaus in der Galerie“ nach drei Jahren Bauzeit und einer inhaltlichen Umgestaltung wiedereröffnet und präsentiert sich seitdem völlig neu. Es entstand ein Gesamtkunstwerk, dessen Kern die denkmalgeschützte Künstlervilla Franz von Lenbachs ist: Sämtliche Ausstellungsbereiche und historischen Räume in der Villa wurden umgestaltet, bauliche Mängel und Zerstörungen des 2. Weltkriegs endgültig behoben.

Das neue Haus erfüllt nun Anforderungen an ein Museum des 21. Jahrhunderts ohne die historische Dreiflügelanlage äußerlich verändert zu haben. Der als historisches Denkmal geschützte Garten und die Originalräume Lenbachs blieben erhalten. Auf Vorschlag der Architekten Foster + Partners wurde die Eingangssituation gelungen neu geordnet und der Zugang zum Museum mit dem Kunstbau zu den Propyläen hin situiert.

Der Anbau aus den 1970er-Jahren wurde durch einen Neubau ersetzt, der das Publikum empfängt und barrierefrei in die historische Villa leitet. Im neuen elf Meter hohen Atrium ist die freigestellte Lenbachsche Villa skulptural verortet und bereits Teil der Ausstellung. Ein Vortrag beschäftigt sich mit dem Kunstareal:

25. Februar, 19 Uhr, Rathausgalerie: Übergabe des Bürgergutachtens zum Kunstareal München