Buben rassistisch beschimpft: Polizei ermittelt Rollifahrerin

Die Polizei konnte die Frau, die Mitte Februar zwei Teenager als "Kanaken" beschimpft hatte, ausfindig machen. Sie und ihr Begleiter wurden angezeigt.
von  Ralph Hub
Die Rollstuhlfahrerin und ihr Begleiter wurden angezeigt. (Symbolbild)
Die Rollstuhlfahrerin und ihr Begleiter wurden angezeigt. (Symbolbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Freimann - Ermittlungserfolg für die Münchner Polizei: Die 55-jährige Frau und der 75 Jahre alte Mann, die Mitte Februar zwei Jugendliche rassistisch beleidigt und bedroht hatten, konnten ausfindig gemacht werden. Sie werden wegen Bedrohung bzw. Beleidigung angezeigt.

Die beiden 13 und 14 Jahre alten Schüler waren am 11. Februar gegen 18.40 Uhr auf dem Weg zur U-Bahnstation Kieferngarten. Dabei kamen ihnen eine Frau im Rollstuhl und deren Begleiter entgegen. Die Rentnerin pöbelte die beiden Teenager an, offenbar, weil sie sie für Ausländer hielt. Der eine hat türkische Wurzeln, der andere kubanische.

Rollstuhlfahrerin beschimpft Schüler als "Kanaken"

Sie beschimpfte den 14-jährigen Münchner und seinen ein Jahr jüngeren Freund als "Kanaken". Als der 14-Jährige die Rollstuhlfahrerin zu Rede stellte, mischte sich plötzlich ihr Begleiter ein. Er holte ein Taschenmesser hervor und zog die Klinge aus dem Griff. Zudem drohte er den Schülern Prügel an. Anschließend verschwanden die Frau und der Mann in unbekannte Richtung.

Die beiden Schüler gingen nach Hause und berichteten ihren Eltern von dem Vorfall. Die Familien erstatteten Anzeige bei der Polizei. Nun konnten die beiden Gesuchten also ermittelt werden. Die weitere Sachbearbeitung erfolgt nun durch das Kommissariat 44.

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