Amerikanische Faulbrut in München: Sperrbezirk eingerichtet

Die Amerikanische Faulbrut ist eine leicht übertragbare Tierseuche, die den Ausfall und wirtschaftlichen Totalverlust gesamter Bienenvölker zur Folge haben kann. Die Stadt hat einen Sperrbezirk im Münchner Nordwesten eingerichtet.
von  AZ
Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die nach den Bestimmungen der BienSeuchV in der jeweils geltenden Fassung staatlich bekämpft wird. (Symbolbild)
Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die nach den Bestimmungen der BienSeuchV in der jeweils geltenden Fassung staatlich bekämpft wird. (Symbolbild) © imago images/Westend61

Lochhausen - Nachdem Anfang des Monats im nord-westlichen Stadtgebiet - grenznah zu Gröbenzell im Landkreis Fürstenfeldbruck - die Bienenseuche Amerikanische Faulbrut (AFB) amtlich festgestellt worden ist, gibt es seit diesem Samstag einen Sperrbezirk rund um den Ausbruchsbestand.

Erste Symptome der Amerikanischen Faulbrut im September entdeckt

Die Amerikanische Faulbrut ist eine leicht übertragbare Tierseuche, die den Ausfall und wirtschaftlichen Totalverlust gesamter Bienenvölker zur Folge haben kann. Wie die Stadt mitteilt, ist es laut der nun geltenden Allgemeinverfügung untersagt, in dem Sperrbezirk befindliche bewegliche Bienenstände, lebende oder tote Bienen, Waben, Futtervorräte und Honig von ihrem Standort zu entfernen: "Bienenvölker oder Bienen dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden."

Am 20. September waren im Rahmen einer Begutachtung von Bienenstöcken eines Betriebes im Stadtteil Aubing-Lochhausen-Langwied klinische AFB-Symptome festgestellt worden.

Die zur weiteren Untersuchung entnommenen Proben gingen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), und am 4. Oktober lag das Laborergebnis über den Nachweis des Erregers der AFB vor.

Amerikanische Faulbrut: Hier verläuft die Sperrzone

Bei der AFB handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie wird nach den Bestimmungen der BienSeuchV in der jeweils geltenden Fassung staatlich bekämpft. Der Erreger ist das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae.

Als Sperrbezirk zum Schutz gegen die amtlich festgestellte Amerikanische Faulbrut (AFB) wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von einem Kilometer festgelegt.
Als Sperrbezirk zum Schutz gegen die amtlich festgestellte Amerikanische Faulbrut (AFB) wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von einem Kilometer festgelegt. © Stadt München

Sperrbezirk ist nun das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von einem Kilometer: Die nördliche Grenze des Sperrbezirks (siehe Karte) bildet der Gröbenbach. Im Westen verläuft der Sperrbezirk bis zur Straße "Am Zillerhof".

Das müssen Besitzer von Bienenständen nun tun

Im südlichen Bereich endet die Restriktionszone vor dem Tennisplatz "Zillerhof" und den ersten Gebäuden am Faulwiesenweg und verläuft bis hin zum Schwanzlergraben. Im Osten schließlich endet der Sperrbezirk am Schwanzlergraben und oberhalb der Kuchenmeisterstraße am Fischbach.

Die Stadt weist darauf hin, dass im Sperrbezirk alle Besitzer von Bienenständen die Anzahl und den Standort ihrer Bienenvölker unverzüglich dem Städtischen Veterinäramt München (Thalkirchnerstraße 106, 80337 München) melden müssen: 089/233-36313 (Telefon), veterinaeramt.kvr@muenchen.de (E-Mail), 089/233-36318 (Fax).