Alte Paketposthalle in München wird zum Kulturquartier

Für die denkmalgeschützte, ehemalige Paketposthalle in Neuhausen soll ein Masterplan entwickelt werden. Der Stadtrat hat am Donnerstag einen Beschluss gefasst.
von  est/my
Noch parken Postautos an der Halle.
Noch parken Postautos an der Halle. © Matthias Balk/dpa

Neuhausen - Die außergewöhnliche Architektur, die gute Lage nahe der Innenstadt und eine direkte Anbindung durch die Tram und die S-Bahn-Station Hirschgarten: Die ehemalige Paketposthalle in Neuhausen biete große städtebauliche Chancen", so Stadtbaurätin Elisabeth Merk.

Am Donnerstag stimmte der Stadtrat dafür, die ehemalige Paketposthalle als Kultur- und Kreativquartier für den Stadtteil Neuhausen zu entwickeln. Die Grünen hatten diesen Antrag eingebracht.

Nun, so der Beschluss, soll ein Planungsverfahren zur Erstellung eines Masterplans für die denkmalgeschützte Halle und das Areal drumherum erstellt werden. Denn, das ist das Problem: Flächen für kulturelle Nutzungen, für Proberäume für Musiker, auch für Künstlerateliers und Werkstätten für Kreative, werden in München immer rarer.

Besitzer der Paketposthalle - die Büschl Unternehmensgruppe

Der Besitzer der Paketposthalle, die Büschl Unternehmensgruppe, hat sich offen für kulturelle Nutzungen gezeigt. Nach dem Wegzug des Briefzentrums ergibt sich die Möglichkeit, hier ein 8,7 Hektar großes Areal als neues urbanes Quartier zu planen: mit Wohnungen, Büros, Läden und Platz für die Kreativindustrie wie Musik- und Buchmarkt, für Bildende Kunst oder die Filmwirtschaft, Design, Architektur und für Werbeagenturen, hofft das Wirtschaftsreferat.

Linken-Stadträtin Brigitte Wolf bedauerte, dass durch dieses "Aufwertungsprojekt" viele Arbeitsplätze aus der Stadt verdrängt würden und man nicht mal einen Ersatzstandort diskutiert hatte, um diese zu halten.

Neubaugebiet am Hirschgarten: Ganz schön quadratisch