Spritze beim Feiern: Stadt soll in Clubs impfen

Um die Impfmüdigkeit gerade bei jungen Leuten zu bekämpfen, wollen einige Parteien die Impfung gerade für Nachtschwärmer besonders unkompliziert zugänglich machen.
von  AZ
Geht der Antrag durch, könnte man sich quasi zwischen zwei Drinks mal eben die Corona-Impfung abholen.
Geht der Antrag durch, könnte man sich quasi zwischen zwei Drinks mal eben die Corona-Impfung abholen. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

München - Erst Impfung, dann Party? Das könnte bald Wirklichkeit werden, wenn es nach den Plänen der Fraktionen Die Grünen/Rosa Liste und SPD/Volt geht. 

In ihrem aktuellen Antrag fordern sie, dass das Gesundheitsreferat zusammen mit den Akteuren der Münchner Nachtkultur ein Konzept entwickelt, damit nach der voraussichtlich baldigen Öffnung der Clubs ein Impfangebot für das Partyvolk organisiert werden kann. Die Gäste könnten sich dann quasi während dem Feiern die Impfung abholen.

Geimpfte Gäste besonders bei voller Kapazität wichtig

Den Antrag begründen die Parteien unter anderem damit, dass eine Öffnung von Clubs und auch Bars mit voller Kapazität nur mit einem Großteil geimpfter Gäste sicher möglich sein wird. Laut dem Antrag sind gerade im Clubbetrieb vollständig immunisierte Gäste besonders wichtig, um eine sehr rasche Ausbreitung von Covid-Infektionen im Nachtleben zu verhindern.

Bei einer Impfaktion am Hofgarten in den Abendstunden konnte ein ähnliches Konzept bereits erfolgreich durchgeführt werden: Hier wurden über 1.000 meist junger Gäste der Nachtgastronomie geimpft. Auch in anderen Städten gibt es bereits ähnliche Angebote, wie zum Beispiel in Berlin "Die lange Nacht des Impfens": Hier ließen sich laut rbb zwischen 20.00 Uhr und Mitternacht 422 Personen impfen.