Schwerer Bandendiebstahl: Einbrecher haben Lager im Visier

Seit Freitag müssen sich die Angeklagten vor dem Landgericht München verantworten: Die Bande hat es auf Baumaschinen, neue und gebrauchte Kleidung abgesehen.
von  John Schneider
Die Angeklagten werden in den Gerichtssaal geführt.
Die Angeklagten werden in den Gerichtssaal geführt. © jot

München - Sie kamen vorwiegend nachts und räumten Ladengeschäfte und Lagerhallen im Münchner Umland aus. Gebrauchte und neue Kleidung, aber auch Baumaschinen fielen ihnen so in die Hände.

Ihre Beute brachten sie zurück nach Rumänien und verkauften sie dort. Ein lukratives Geschäft, der Schaden geht in die Hunderttausende. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Bande räumt Warenhaus in Markt Schwaben aus

Neun Einbrüche oder Einbruchsversuche führt die Anklage an. Unter anderem wurde ein Warenhaus in Markt Schwaben von den Einbrechern im April 2017 heimgesucht. Um reinzukommen, hebelten sie mit einem Schraubendreher eine Seitentür auf.

Sportbekleidung und Sportschuhe im Wert von knapp 100.000 Euro schleppte die Bande davon. Den Gewinn von 16.000 Euro teilten sie untereinander auf.

In einem weiteren Fall im September 2017 sollen die Männer auf ein Gelände der "Aktion Hoffnung" eingedrungen sein. Die Beute: 3.451 Kilogramm Altkleidung im Wert von 30.000 Euro.

Prozess in München: Schwerer Bandendiebstahl 

Seit Freitag müssen sich die Angeklagten (48, 30 und 28 Jahre alt) vor dem Landgericht wegen schwerem Bandendiebstahls verantworten. Ihnen drohen je nach Tatbeteiligung und Vorstrafenregister Haftstrafen von zwei Jahren und neun Monaten bis zu fünf Jahren.

Das ist die vorläufige Auffassung des Gerichts, das den verzögerten Beginn der Verhandlung (einer der Angeklagten wurde mit Verspätung aus der JVA Kempten nach München gefahren) nutzte, um sich mit den Prozessbeteiligten zu besprechen.

Zugunsten der Angeklagten spricht, dass sie geständig sind. Einer soll sich sogar freiwillig gestellt haben. Der Prozess wird fortgesetzt.