Münchner stürzt an der Alpspitze in den Tod

Tragischer Unfall an der Alpspitz: Ein Münchner ist am Freitag beim Abstieg am Klettersteig in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Ein zweiter Münchner gerät an der Benediktenwand in Bergnot.
von  Ralph Hub
Blick von der Zugspitze Richtung Alpspitze - dort verunglückte der Münchner tödlich.
Blick von der Zugspitze Richtung Alpspitze - dort verunglückte der Münchner tödlich. © ho

Tragischer Unfall an der Alpspitz: Ein Münchner ist am Freitag beim Abstieg am Klettersteig in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Ein zweiter Münchner gerät an der Benediktenwand in Bergnot.

Garmisch-Partenkirchen/Rosenheim - Ein Familienvater aus München ist bei einer Bergtour im Wettersteingebirge tödlich verunglückt. Der Bergsteiger stürzte beim Abstieg am Klettersteig Schöngänge rund 200 Meter in die Tiefe. Vater und Sohn waren vom Nordwandsteig Richtung Osterfelder unterwegs. Beim Abstieg über einen Klettersteig verlor der 50-Jährige am Freitagnachmittag plötzlich den Halt und stürzte in die Tiefe, berichtete die Polizei am Samstag. Der 17-Jährige musste hilflos zusehen, wie sein Vater die steile Felswand hinabfiel und in einem Geröllfeld regungslos liegen blieb. Zahlreiche Bergsteiger wurden ebenfalls Zeugen des schrecklichen Unfalls.

Ein Rettungsteam der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen flog mit einem Hubschrauber zur Unglücksstelle. Eine Bergung vom Helikopter aus war wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht möglich. Zudem sind in dem Gebiet Sprengseile gespannt. Erst gegen 23 Uhr hatten die Helfer den Toten geborgen. Die Angehörigen wurden vom Krisen-Interventions-Team der Bergwacht betreut.

Bergsteiger aus Benediktenwand gerettet. Ein 24-Jähriger aus München hatte sich am späten Freitagnachmittag beim Versuch, die Nordwand der Benediktenwand zu bezwingen, verstiegen. Wegen einer Verletzung kam der Bergsteiger weder vorwärts noch zurück. Da der Kletterer in einer kleinen Höhle unterhalb eines Überhangs stand, kam ein Rettungshubschrauber nicht nahe genug an ihn heran. Fünf Männer der Bergwacht Benediktbeuern seilten sich zu dem Verletzten ab und brachten ihn zu einer Stelle, wo ihn der Helikopter aufnehmen konnte.