Münchner SPD will Ampelkarten für Senioren

Eine neue Ampel-Technik soll älteren Menschen mehr Zeit geben, sicher eine Straße zu überqueren. Ob dies in München möglich ist, soll nun überprüft werden.
von  Irene Kleber
In München soll die Einführung der Ampelkarte für Senioren geprüft werden. (Symbolbild)
In München soll die Einführung der Ampelkarte für Senioren geprüft werden. (Symbolbild) © imago images / snapshot

München - Es ist nicht leicht für ältere Münchner, zu Fuß durch den Straßenverkehr zu kommen. Autos, die wild auf Gehwegen parken, Radler, die oft rücksichtslos schnell unterwegs sind und neuerdings auch herumflitzende E-Scooter gefährden Senioren immer häufiger. Darüber klagen Seniorenvertreter zunehmend bei der Stadt.

Die SPD-Fraktion im Rathaus möchte jetzt zwei Neuerungen erreichen: Künftig sollen Mitarbeiter des KVR einmal im Monat mit Seniorenvertretern und der Polizei neuralgische Verkehrspunkte begehen und Lösungen finden.

Neue Ampel-Technik soll Senioren mehr Sicherheit geben

Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob man in München sogenannte Ampelkarten für Senioren einführen kann, wie es sie in Singapur schon gibt – und ob sich Münchner Ampeln mit entsprechenden Lesegeräten umrüsten lassen.

Mit dieser Technik könnten ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen Grünphasen an Ampeln selbsttätig so verlängern, dass sie mehr Zeit haben, eine Kreuzung zu überqueren. Diese einfache Technik würde den Alltag der Betroffenen sehr erleichtern, argumentiert Stadträtin Anne Hübner.

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