Kommentar

Münchner Corona-Sommer: Es gibt Hoffnung

AZ-Rathaus-Reporterin Christina Hertel über den Münchner Sommer.
von  Christina Hertel

München - Der Winter war lang - und für viele war er einsam. Zwar werden wir wohl leider auch die nächsten Monate Abstand halten, zwar werden wir nicht plötzlich dicht an dicht vor Tresen stehen oder mit Tausenden tanzen und feiern. Aber es gibt Hoffnung - auf einen Sommer, der gar nicht so schlecht werden könnte.

Erobern sich die Menschen die Straßen zurück?

Es könnte einer werden, in dem sich die Menschen möglichst viel draußen aufhalten und in dem sie die Straßen, die sonst mit Autos blockiert waren, langsam zurückerobern. Für Anwohner heißt das aber auch, dass sie sich daran gewöhnen müssen, dass München eine Großstadt ist - in der es abends etwas lauter zugehen kann und in der die Gehwege vielleicht nicht zu jeder Uhrzeit aussehen, als könnte man dort vom Boden essen.

München bald ohne Spießer-Klischee?

Aber wenn sich alle ein wenig entspannen und gleichzeitig versuchen, Rücksicht aufeinander zu nehmen, könnte München in diesem Sommer das Klischee, die spießigste aller Großstädte zu sein, endlich loswerden. Und einem anderen Klischee näherkommen: dem der nördlichsten Stadt Italiens.