Münchens neuer Christbaum: Von der Bundesstraße auf den Marienplatz

Der diesjährige Baum kommt aus Steingaden - und ist ein Ersatz. Denn der eigentliche Christbaum konnte coronabedingt nicht geliefert werden.
von  Lukas Schauer
Ab Mittwoch wird in München vor dem Rathaus wieder ein Christbaum stehen.
Ab Mittwoch wird in München vor dem Rathaus wieder ein Christbaum stehen. © Andreas Gebert/dpa

München - Dieses Weihnachten ist alles anders - das gilt auch für den Münchner Christbaum, der am Mittwoch am Marienplatz aufgestellt wird. Denn heuer sollte eigentlich Verona, die italienische Partnerstadt Münchens den Christbaum liefern, musste aber coronabedingt absagen.

Also musste Ersatz her. Fündig wurde man in der Gemeinde Steingaden, die eigentlich erst für das Jahr 2033 (!) auf der Liste der Christbaumspender stand. Nun darf Steingaden (bekannt für die zu den UNESCO-Welterbestätten zählende berühmte "Wieskirche") schon 13 Jahre eher ran.

Bürgermeister Max Bertl (27) war klar: "In dieser dunklen Zeit muss ein Christbaum am Marienplatz in unserer Landeshauptstadt erstrahlen und ein Zeichen für Hoffnung setzen." Als Weihnachtsbaum wird nun eine 22 Meter hohe Fichte nach München kommen, die zuvor ein durchaus bewegtes Leben hatte.

Vom Verkehrshindernis zum Christbaum

Denn die Fichte stand bis zu diesem Wochenende mitten in Steingaden an der stark befahrenen Schongauer Straße, der Bundesstraße B17, und wurde aus Verkehrssicherungsgründen entfernt: Es bestand Gefahr für Passanten und Verkehr!

Dass in München keine Passanten gefährdet werden, dafür wird die Feuerwehr sorgen, die den Christbaum umfallsicher in sein Loch vor dem Rathaus platzieren wird. Dort erstrahlt der rund 4 Tonnen schwere Baum dann geschmückt mit 3.000 Kerzen bis zum 6. Januar.