München schnieft weiter: Höhepunkt der Grippewelle noch nicht erreicht

München bleibt weiterhin verschnupft. Die schlechte Nachricht: Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist wohl noch nicht erreicht. Einen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch.
von  dpa/AZ
Der Höhepunkt der heurigen Grippewelle ist allem Anschein nach noch nicht erreicht.
Der Höhepunkt der heurigen Grippewelle ist allem Anschein nach noch nicht erreicht. © dpa

München - Die Influenza-Welle in München reißt einfach nicht ab. Mit über 1.140 positiven Laborbefunden ist der Wert in der bayrischen Landeshauptstadt höher als in den letzten Jahren. Aufgrund der kalten Witterung mit teils zweistelligen Minusgraden in den vergangenen Tagen ist eine Entspannung bei den Grippefällen noch immer nicht in Sicht.

"Die Fallzahlen zeigen, dass wir den Höhepunkt der heurigen Grippewelle noch nicht überschritten haben. Der weitere Verlauf bleibt abzuwarten", so Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs. Sie rät Betroffenen, sich im Falle einer Erkrankung vollständig auszukurieren und so lange das Bett zu hüten, bis sämtliche Beschwerden vollkommen abgeklungen sind.

Ein vollständiges Auskurieren ist vor allem in diesem Jahr wichtig. Mit rund 75 Prozent wurden für Bayern sogenannte Influenza B-Viren mit Abstand am häufigsten identifiziert. Diese äußert sich mit vergleichsweise milden Symptomen hinsichtlich der Atemwege, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, an einer Herzmuskelentzündung zu erkranken. Bei nicht abklingenden Symptomen sollte demnach zwingend ein Arzt aufgesucht werden.

Licht am Ende des Tunnels

Doch nicht nur München liegt flach: Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts wegen einer akuten Atemwegserkrankung in der vergangenen Woche eine Haus- oder Kinderarztpraxis aufgesucht. Grippe und Erkältung sorgen für übervolle Wartezimmer, Notaufnahmen in Kliniken sind ausgelastet.

In der vergangenen Woche hatte die Grippewelle mit knapp 35.300 Influenza-Fällen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, wie das Robert Koch-Institut in Berlin mitteilte. Insgesamt wurden in dieser Saison bislang rund 120.000 Fälle erfasst. Die Dunkelziffer bei Grippeerkrankungen ist traditionell allerdings deutlich höher. Mindestens 216 Menschen starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion - vorwiegend Senioren.

Doch wie lässt sich einer Grippe im Alltag vorbeugen? Vor allem kleinere Maßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen sowie Abstand halten von Personen mit aktuen Symptomen minimieren das Infektionsrisiko deutlich. Außerdem ist eine entsprechende Impfung auch zum Ende der Grippe-Saison noch immer sinnvoll.

Doch für die durchgefrorenen Münchner ist Hoffnung in Sicht: Zum Abschluss der Frost-Woche werden bereits am Sonntag zweistellige Plusgrade erwartet!

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