München: Nachfrage nach PCR-Tests steigt - knapp werden sie aber nicht

Omikron breitet sich schnell aus, auch in München wird daher mehr getestet. Die AZ hat nachgefragt, welche Auswirkungen die erhöhte Nachfrage hat.
von  Christina Schärfl
Die Nachfrage nach PCR-Tests in München ist gestiegen – auch beim städtischen Testzentrum auf der Theresienwiese. (Archivbild)
Die Nachfrage nach PCR-Tests in München ist gestiegen – auch beim städtischen Testzentrum auf der Theresienwiese. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

München - Omikron hat Deutschland, Bayern und München fest im Griff. Die Zahlen steigen rasant, in der Landeshauptstadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mittlerweile bei 645,3 (Stand: 13. Januar).

Durch die steigenden Infektionszahlen wird auch wieder mehr getestet – in vielen deutschen Städten führt das zu Staus bei den PCR-Tests.

Wie ist die Lage in München? Die AZ hat nachgefragt – beim Gesundheitsreferat (GSR), das für das städtische Testzentrum auf der Theresienwiese zuständig ist, und beim Sonnen-Gesundheitszentrum, das zahlreiche private Teststellen in München betreibt.

München: Mehr als doppelt so viele PCR-Tests täglich

Die Ausbreitung der Omikron-Variante ist für die Teststellen deutlich zu spüren, vor allem was die Nachfrage betrifft. So hat sich die Anzahl der täglichen PCR-Tests nach Angaben des Gesundheitsreferats von Anfang Januar bis Mittwoch mehr als verdoppelt.

Machten am 3. Januar noch 1.045 Personen einen solchen Test, waren es am 12. Januar bereits 2.324. Lediglich am vergangenen Wochenende kamen weniger Menschen – was an Samstagen und Sonntagen erfahrungsgemäß üblich ist.

Teilweise längere Wartezeiten für Testergebnis

Ähnliches Bild bei den privaten Teststellen: Dort hat sich die Zahl der täglichen Entnahmen seit Oktober, also vor der Ausbreitung der Omikron-Variante, ebenfalls verdoppelt. Täglich werden mehrere Tausend Tests gemacht.

Das hat Auswirkungen: Während das Sonnen-Gesundheitszentrum das Ergebnis weiterhin nach drei bis fünf Stunden verspricht, erklärt ein Sprecher des GSR, dass sich die Dauer, bis das Ergebnis da ist, bei höherer Nachfrage erfahrungsgemäß verlängere, "zumal die Anforderungsrate insgesamt steigt, nicht nur bei der Teststation auf der Theresienwiese".

Anders als in anderen Städten gibt es in München (derzeit) aber keine Knappheit an verfügbaren Tests. Der Betreiber der privaten Teststellen erklärt: "Bei uns herrscht keine Knappheit an PCR-Tests." Auch dem Gesundheitsreferat ist kein Engpass bekannt – die Tests werden vom Labor zur Verfügung gestellt.

Wann bekommt man kostenlose PCR-Tests?

Grundsätzlich sind PCR-Tests nicht mehr kostenlos, sondern müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Es gibt jedoch Ausnahmen für:

  • Kontaktpersonen
  • ambulante OPs, die Aufnahme in ein Krankenhaus oder eine Reha-Einrichtung
  • nach einem positiven Schnell-/Selbsttest
  • Schwangere
  • Geimpfte oder Genesene zur Beendigung der Isolation oder Quarantäne
  • Menschen mit Symptomen einer Covid-Infektion