München: Georg Elser bekommt Gedenktafel in der Türkenstraße

Georg Elser zählt zu den bekanntesten Widerstandskämpfern in München. Nun gibt es eine Gedenktafel an seinem alten Wohnhaus.
von  AZ
Bürgermeisterin Christine Strobl und die Initiatorin der Tafel, Hella Schlumberger, am Dienstag am Haus in der Türkenstraße 94.
Bürgermeisterin Christine Strobl und die Initiatorin der Tafel, Hella Schlumberger, am Dienstag am Haus in der Türkenstraße 94. © Daniel von Loeper

München - Erinnerungstafeln an Häusern sind die Münchner Alternative zu den Stolpersteinen, die in vielen anderen Städten an die Opfer der Nationalsozialisten erinnern – und das vor den ehemaligen Wohnhäusern.

Seit Dienstag hat nun auch einer der bekanntesten Widerstandskämpfer der Stadt seine Tafel: Georg Elser. Der Hitler-Attentäter hatte in der Türkenstraße 94 gelebt, wo jetzt die Tafel an ihn erinnert. Bürgermeisterin Christine Strobl brachte die Tafel mit der Initiatorin des Gedenkens, Hella Schlumberger, an.

8.11.1939: Georg Elser verübt Attentat auf Hitler

Der Schreiner Georg Elser hatte mit einem Bombenanschlag im Bürgerbräukeller in Haidhausen am 8. November 1939 versucht, Adolf Hitler zu töten. Das Attentat scheiterte, Elser wurde kurz vor Kriegsende am 9. April 1945 auf direkten Befehl Adolf Hitlers im Konzentrationslager Dachau ermordet.

Er war eigens für die monatelange Vorbereitung des Attentats aus Württemberg nach München gezogen und lebte dann im Wohnhaus Türkenstraße 94. Dort, wo seit Dienstag eine Erinnerungstafel die Münchner auf die Heldentat und das Schicksal des mutigen Georg Elsers hinweist.

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