Menschen fliehen über die Gleise Richtung Allianz Arena

Fast 30 Grad Hitze, keine Klimaanlage und nichts bewegt sich mehr: Am Mittwochabend erlebten die Fahrgäste der U6 auf dem Weg zur Allianz Arena einen wahren Albtraum.
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Die Fußball-Fans liefen im Gleis weiter Richtung Arena
Twitter/muppetgang Die Fußball-Fans liefen im Gleis weiter Richtung Arena

München - Ausnahmezustand bei der U-Bahnlinie 6 am Mittwochabend: Knapp 1000 Menschen waren gerade auf dem Weg zur Allianz Arena, um sich dort das Spiel der Bayern gegen Manchester City anzusehen, als der Zug gegen 20.20 Uhr plötzlich zwischen den Haltestellen Freimann und Studentenstadt anhielt.

Zu dem Zeitpunkt herrschten noch knapp 30 Grad und als dann plötzlich auch noch die Klimaanlage in der voll besetzten U-Bahn ausfiel, brach Panik unter den Fahrgästen aus. Die Menschen bekamen kaum noch Luft! Irgendwann wussten sie sich nicht mehr anders zu helfen, als über die Notbremse die Türen zu öffnen.

Fahrgäste fliehen über die Gleise

Die Menschen sprangen aus dem Zug und liefen über die Gleise zum nächsten Bahnhof. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, zogen sich einige der Fahrgäste Schnittwunden zu, als sie über die Schutzzäune an den Gleisen kletterten. Sie mussten von Rettungskräften versorgt werden.

Ein Instagram-Video zeigt, wie die Fahrgäste aus dem völlig überfüllten und überhitzten Zug klettern:

 
 

Liebe Fahrgäste, ???????? ???? #uBahn #mvv #mvg #sos Alaaaaarm #miasanmia ?

Ein von Vera Palukova (@vera.palukova) gepostetes Video am

 

Doch wie konnte es überhaupt zu dieser gefährlichen Situation kommen? MVV-Sprecher Christian Miehling erklärte noch am Abend: "Ein anderer defekter Zug stand am Kieferngarten. Den verließen die Leute und liefen über die Gleise Richtung Stadion. Das Gleis hat eine Starkstromleitung. Die mussten wir abstellen." Folge: Auf der Strecke Freimann bis Fröttmaning ging ebenfalls nichts mehr.

Wie ein AZ-Leser am Donnerstagmorgen berichtet, ließ die MVG ihre Fahrgäste über die Situation komplett im Unklaren: "Das Problem war nicht, wie dargestellt, dass sie den Strom abstellen mussten, das wirkliche Problem war die mangelnde Kommunikation und dass auf einmal ein MVG Mitarbeiter durch den Zug ging um alle Türen wieder zu schliessen, worauf die Fenster anfingen zu beschlagen und man wirklich keine Luft mehr bekam. Unglaublich."

Auch auf Twitter machten die betroffenen Passagiere ihrem Ärger über den Vorfall Luft:

 
 
 
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