Konkurrenz für die Deutsche Bahn: Flixtrain steuert ab Freitag auch München an

Seit einem halben Jahr stehen die Züge von Flixtrain still. Jetzt nimmt der Bahn-Konkurrent den Betrieb wieder auf – und steuert ab Freitag auch München an.
von  AZ/dpa
Blick auf einen Großraumwagen des Unternehmens Flixtrain. Bald steuern sie auch München an. (Symbolbild)
Blick auf einen Großraumwagen des Unternehmens Flixtrain. Bald steuern sie auch München an. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa/Symbolbild

München/Berlin - Der Bahn-Konkurrent Flixtrain fährt seit Mai wieder. Das Unternehmen nimmt auch weitere Fernstrecken in sein Netz auf und steuert ab dem 18. Juni München an, wie am Mittwoch angekündigt wurde: "Deutschlands erstes privat betriebenes Fernzugnetz ist jetzt größer als je zuvor und bietet auch Münchner Fahrgästen ab sofort nachhaltige, erschwingliche und komfortable Mobilität auf der Schiene."

Verglichen mit der bundeseigenen Deutschen Bahn ist das Angebot aber noch klein: Mit neun grünen Zügen tritt Flixtrain allein gegen mehr als 300 ICE an.

Seit dem 27. Mai fährt Flixtrain bis zu acht mal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Zwischen den beiden größten deutschen Städten fahren seit dem Winter die ICE der Deutschen Bahn tagsüber durchschnittlich alle halbe Stunde. "Wir passen in den Halb-Stundentakt", sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein im Mai 2021, der seine Züge dort auch bei der Reisezeit auf Augenhöhe mit den ICE sieht.

Nachtverbindung von München ab 18. Juni

Erstmals fahren die Züge jetzt auch von und nach München. Vom 18. Juni wird eine Nachtverbindung München, Berlin, Hamburg angeboten, wobei aber keine Schlaf- oder Liegewagen geplant sind. Am gleichen Tag startet auch eine Tagverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und Frankfurt über Augsburg und Aschaffenburg.

Flixtrain ist die Eisenbahn-Marke des Unternehmens Flixmobility, das vor allem durch die Fernbus-Marke Flixbus bekannt wurde. Ab dem 18. Juni sind insgesamt 15 Halte ab München buchbar.