Historische Bilder: Der neue Königshof wächst

Am Stachus nimmt das neue Gesicht des Luxushotels langsam Form an. Es ist eines von vielen in einer langjährigen Geschichte.
von  AZ
1913 sieht das Hotel Königshof noch vollkommen anders aus. Der Justizpalast daneben ist hingegen ein gewohnter Anblick.
1913 sieht das Hotel Königshof noch vollkommen anders aus. Der Justizpalast daneben ist hingegen ein gewohnter Anblick. © Stadtarchiv

München - Eine etwas seltsame Anmutung hat sie durchaus, die noch eingerüstete Fassade des neuen Hotels Königshof. Der Entwurf der Nieto Sobejano Arquitectos (siehe kleines Foto unten) hat ja durchaus eine eigenwillige Form, und die lässt sich bereits erahnen, wenn man an der Baustelle am Stachus vorbeiläuft.

Hotel Königshof: Vorgänger 2019 abgerissen

Ein gerader Klotz entsteht hier nicht, so viel ist bereits klar. Anfang 2019 wurde der Vorgängerbau abgerissen, die Eigentümerfamilie Geisel rechnet für ihren neuen, mit zehn Stockwerken (statt vorher sechs) deutlich massiver ausfallendem neuen Königshof, mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren. Von dem Restaurant auf dem Dach wird der zahlungskräftige Gast dann einen besonderen Blick auf den Stachus haben. Ein Platz in München, der sein Aussehen immer wieder verändert hat - wie auch das Hotel selbst. An selber Stelle errichtete Gustav von Vorherr zu Beginn des 19. Jahrhundert ein Privathaus, 1862 wurde dieses zum Hotel Bellevue umgebaut.

Erst 1914 erhielt das schon damals beliebte Hotel den Namen Königshof. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude fast komplett zerstört, der Wiederaufbau gab ihm erneut eine neue Anmutung. Auch Olympia '72 ging am Königshof nicht ohne Umbau vorbei. 1996 modernisierte seinerseits Innenarchitekt Jochen Dahms. Ein Haus mit Geschichte.