Pide statt Pizza - Essen im Freien im "Pide Palast"

Wer eine Alternative zur Pizza sucht, sollte einmal den Pide Palast in Sendling aufsuchen.
von  Ruth Frömmer
Zati Sönmez lässt sich seine Pide selber gerne schmecken, natürlich mit Ayran.
Zati Sönmez lässt sich seine Pide selber gerne schmecken, natürlich mit Ayran. © ruf

Sendling - Pide waren immer sein Hobby, erzählt Zati Sönmez, und weiter: "Das Rezept dafür habe ich von meiner Mama gelernt." Vor fast fünf Jahren hat er den Schritt gewagt und den Pide Palast nahe der Implerstraße eröffnet.

Über den Erfolg seines Imbissladens war er selbst ein bisschen erstaunt: "Vor der Coronazeit standen die Leute manchmal schon ab 11 Uhr Schlange bei mir! Ich habe viele Stammkunden."  Die hauchdünnen Hefefladen-Schiffchen kennt man aus den meisten Dönerbuden. Doch was Sönmez und seine Mitarbeiter hier täglich frisch produzieren spielt in einer anderen Liga als die meist nur aufgewärmten und viel zu dicken Standard-Pide.

Acht Minuten warten Kunden auf ein Pide

"Unser Teig ist Natur pur" erklärt Sönmez, "da kommt nur Mehl, Wasser, Salz und ein winzig kleiner Hauch Hefe rein." Auch die verschiedenen Beläge, wie Hackfleisch und Spinat werden jeden Tag frisch zubereitet.

So kommt die Pide aus dem Ofen.
So kommt die Pide aus dem Ofen. © ruf

Bis ein Pide fertig ist, dauert es immer acht Minuten. Zuerst wird der Teig ganz fein gewalzt und schließlich in Schiffchenform gebracht und nach Wunsch belegt. Danach geht's für ungefähr fünf Minuten in den Ofen. Anschließend werden die bis zu einen Meter langen Schiffchen auf Wunsch scharf gewürzt und in handliche Stücke geschnitten.  Zusammen mit ein paar Peperoni und einem Zitronenschnitz kann man sie dann direkt aus dem Pizzakarton essen. Das ideale Gericht für die Parkbank im Frühling.

Ein Meter Mittagessen im Pizzakarton

Um möglichst viel vom Pide-Spektrum zu kosten, haben wir beim AZ-Besuch das gemischte Pide mit Hackfleisch, Käse, Spinat und türkischer Salami bestellt (60 cm: 7,90 Euro, 100 cm: 11,90 Euro). Wir waren sehr angetan vom wirklich hauchdünnen Teig, der luftig und knusprig schmeckt. Der gemischte Belag ist deftig, doch ein paar Spritzer Zitrone verleihen ihm etwas wunderbar frisches.

Und so wird's in den Karton gepackt.
Und so wird's in den Karton gepackt. © ruf

Die Variante mit Fetakäse (klein 5,90 Euro, groß 9,90 Euro) war allein gegessen für unseren Geschmack etwas zu salzig. Aber das schmeckt in Kombination mit einem Salat (3,50 Euro) oder Feinkost-Teller (klein 5 Euro, groß 8 Euro) sicher etwas ausgewogener. Das einzige Manko des Pide Palasts sind die fehlenden Sitzmöglichkeiten direkt vorm Laden. Auch ohne Corona hat Zati Sönmez keine Lizenz für Tische und Stühle bekommen. Aber vielleicht ändert sich das ja noch. Zu wünschen wäre es dem sympathischen Lokal.


Lindenschmitstraße 5, Tel. 0157 7427 2857, Mo-Sa: 10 bis 21 Uhr, pidepalast-muenchen.de