Neueröffnung von Tohru Nakamura: Auf einen Burger mit dem Sternekoch

Sternekoch Tohru Nakamura serviert im "Umai Streetfood Market" in der Dienstraße jetzt japanische Burger im Freien.
von  Ruth Frömmer
Tohru Nakamura steht täglich selbst am Grill im Hof zwischen Burgstraße und Dienerstraße 20.
Tohru Nakamura steht täglich selbst am Grill im Hof zwischen Burgstraße und Dienerstraße 20. © Bernd Wackerbauer

München - Corona hat ihm schon mehrere Steine in den Weg gelegt, aber Tohru Nakamura ist voller Tatendrang. Während des ersten Lockdowns im März stampfte er als Noch-Chef des Werneckhofs kurzerhand einen äußerst beliebten Straßenverkauf für japanisches Fried Chicken in Schwabing aus dem Boden. Trotzdem gab die Geisel Gruppe im Juni die Schließung des Zwei-Sterne-Restaurants bekannt.

Nakamura öffnet Streetfood-Pop-up

Vor einem Monat dann startete er seinen Salon Rouge, ein Pop-up-Restaurant in der ehemaligen Gastwirtschaft Hofer in der Burgstraße 5 - und muss vorerst wieder schließen.

Aber der Spitzenkoch ist kreativ: Seit Donnerstag gibt es "den Pop-up im Pop-up", sagt Nakamura und lacht. Im Innenhof des Lokals zwischen Diener- und Burgstraße brät er mit seinem Team japanisch inspirierte Burger auf dem "Umai Streetfood Market by Tohru".

"Einfach guade" Burger vom Sternekoch

Aktuell gibt es zwei Burger. Umai bedeutet in Japan soviel wie "einfach guad". Und so schmecken beide. Der Yakitori Burger (13,50 Euro) mit marinierter ausgelöster Maishendl-Keule vom Grill mit Spitzkohl, Sojazwiebeln, Fenchel Pickles hat beim AZ-Test auch zuhause in kalt noch herrlich würzig nach Grillaromen mit frischer Asia-Note geschmeckt.

Neben zwei Burgersorten gibt es auch Salat - und sogar Glüh-Sake.
Neben zwei Burgersorten gibt es auch Salat - und sogar Glüh-Sake. © Bernd Wackerbauer

Die vegetarische Variante, der Hokkaido Burger (12,50 Euro) mit Kürbiskrokette, Ingwer-Mayo, Zwiebel Pickles und Kürbiskernen, ist ebenfalls sein Geld wert. Hier kommt der Bratling nicht auf den Grill, sondern in die Fritteuse, was ihn besonders knusprig macht. Die Burger-Semmeln aus Bio-Sauerteig bezieht Nakamura vom befreundeten Bäcker Josef Weghaupt aus Wien. Und weil's draußen langsam kalt wird, gibt's dazu einen würzig-süffigen Glüh-Sake (7,50 Euro).

Wildkräutersalat, Kräutermayo und Sesamsauce

Als Beilage gibt es Kartoffeln mit Misoaubergine, Sesamsauce, Kräutermayo und Wasabi-Sobacrunch (5 Euro). Zusammen mit dem Wildkräutersalat an Ponzu-Dressing (4,50 Euro) vom Naturland Gärtner Johannes Schwarz hat man damit auch ein leichtes Mittagessen beisammen. Von ihm kann man auch verschiedene Chilis (Mix-Beutel 4 Euro) und Saatgut für den Gemüse-Eigenanbau kaufen.

Von Gemüsebauer Johannes Schwarz gibt's Salat und Chilis.
Von Gemüsebauer Johannes Schwarz gibt's Salat und Chilis. © Bernd Wackerbauer

Nakamura: Vom Fine-Dining an den Grill

Nakamura ist stolz: "Meine Leute sind so flexibel. Alle haben super schnell vom Fine-Dining zum Grill gewechselt - das macht Spaß!" Trotzdem freut er sich, wenn es wieder im Salon Rouge weitergeht. Aber bis dahin feilen die Köche schon an weiteren Rezepten fürs To-go-Konzept. Viel möchte Nakamura noch nicht verraten, aber es soll bald auch Suppe oder Eintopf geben. Reis und Bento eignen sich auch zum Mitnehmen.

Und der Nachtisch darf natürlich nicht fehlen. Der soll in die schokoladige Richtung gehen. Die Planung mit Schokoladen-Hersteller Original Beans läuft bereits.


Burgstraße 5, Eingang Dienerstr, 20, Dienstag bis Samstag von 11.30 Uhr bis 18 Uhr.