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Diese Corona-Regeln gelten aktuell in München

Die Corona-"Notbremse" war in München nur von kurzer Dauer, ab Mittwoch (7. April) wird wieder gelockert. Diese Regeln gelten in der Stadt.
von  Michael Schleicher
Die Ausgangsbeschränkung in München wurde wieder aufgehoben. (Archivbild)
Die Ausgangsbeschränkung in München wurde wieder aufgehoben. (Archivbild) © imago/Sven Simon

Hinweis der Redaktion: Dieser Text hat den Stand der am 6. April bekanntgegeben Regeländerungen sowie der am 9. März veranlassten Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt München. Grundlage für diese sind die am 22. März von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung der Corona-Maßnahmen sowie die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 5. März und die entsprechenden Änderungen vom 25. März


München - Bund und Länder haben den Corona-Lockdown vorerst bis zum 18. April verlängert. Auch die Bayerische Staatsregierung übernahm den Beschluss weitestgehend in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ab dem 12. April sind Lockerungen im öffentlichen Leben vorgesehen – unter anderem beim Einzelhandel und der Gastronomie.

Zuletzt musste München wegen der hohen Inzidenz vor den Osterfeiertagen die "Notbremse" ziehen. Es kam zu verschärften Regeln, jedoch nur für kurze Zeit. Denn über die Feiertage sank die Inzidenz wieder – nach drei Tagen "Notbremse" gelten seit Mittwoch (7. April) wieder die gelockerten Maßnahmen.

Lockdown in München – mit leichten Lockerungen: Die AZ erklärt, welche Regeln aktuell gelten.

Welche Lockdown-Regeln gelten in München?

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gilt eine Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

Die Stadt München hat die zeitliche Geltungsdauer der Maskenpflicht "aufgrund aktueller Rechtsprechung" allerdings angepasst: Seit dem 10. März gilt die Maskenpflicht auf den festgelegten Begegnungsflächen (s. oben) täglich von 9 bis 21 Uhr. Zuvor galt eine generelle Maskenpflicht rund um die Uhr.

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Verschärfung der Maskenpflicht in Bayern

Auch hier gilt die Maskenpflicht: Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Hier wurden die Regeln nochmals verschärft: So müssen Menschen seit dem 18. Januar beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen, die kein Ventil hat. Eine Einmal-Maske oder ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz ist nicht mehr erlaubt.

Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab sechs Jahren. Kinder zwischen sechs und 15 Jahren müssen nicht zwingend eine FFP2-Maske tragen, hier ist auch eine andere Maske möglich. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

Wirbel um Alkoholverbot in München

Alkoholverbot im öffentlichen Raum: Am 19. Januar hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt! Dennoch gilt in München in Teilen des öffentlichen Raums ein Alkoholverbot.

Seit 28. Januar gilt in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt ein Alkoholkonsumverbot. Das Verbot gilt - analog zur Maskenpflicht - in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, im Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, auf dem Rindermarkt und dem Viktualienmarkt, in der Dienerstraße, Schrammerstraße und Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss. Hier darf rund um die Uhr kein Alkohol konsumiert werden.

Die städtische Allgemeinverfügung - also auch das Alkoholverbot an den oben genannten Plätzen - bleibt bis auf die zeitliche Änderung bei der Maskenpflicht vorerst ohne weitere Änderungen in Kraft, wie das KVR der AZ am 4. März mitteilte.

Kontaktbeschränkungen in München

Bei den Kontaktbeschränkungen wird wieder etwas gelockert: Ein Haushalt darf sich nun wieder mit einem weiteren treffen, solange die Personenzahl von fünf dabei nicht überschritten wird. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet.

Ausgangssperre in München aufgehoben

Die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr ist ab 7. April (vorerst) nicht mehr in München gültig.

Einzelhandel in München

Der Einzelhandel in München darf ab 7. April wieder mit vorheriger Terminbuchung ("Click & meet") öffnen. Kunden dürfen sich dann für einen vorher festgelegten Zeitraum in den Ladenräumen aufhalten. Zudem müssen sie ihre Daten zur Kontaktnachverfolgung angeben. Läden, die für die "tägliche Versorgung unverzichtbar" sind, sind ohnehin geöffnet. Eine Übersicht über die geöffneten Läden gibt es hier.

In den Ladenräumen sowie bereits auf den Parkplätzen gilt für das Personal eine Maskenpflicht, die Kunden müssen eine FFP2-Maske tragen. "Click & collect", also das Abholen vorbestellter Waren vor Ort, ist weiterhin möglich.

Nach den Osterferien, ab dem 12. April, soll es dann zu einigen Lockerungen im Einzelhandel kommen (s. unten). Ob diese Lockerungen jedoch auch für München greifen werden, bleibt abzuwarten.

Dienstleistungen in München

Friseure haben in München weiterhin geöffnet. Zudem sind Dienstleistungsbetriebe der nicht-medizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen in Arzt-, Zahnarzt- und sonstigen Praxen bleiben natürlich weiter möglich. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, und Tattoo-Studios sind geschlossen.

Kultur und Freizeit in München

Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen nach der dreitägigen "Notbremse" wieder öffnen – jedoch weiterhin mit Einschränkungen.

Beispielsweise ist ein Museumsbesuch wie auch beim Einzelhandel auch nur mit vorheriger Terminbuchung möglich. Ein spontaner Tierpark-Besuch ist ohnehin nicht möglich – weil täglich nur eine begrenzte Besucherzahl in den Zoo darf, müssen die Tickets mindestens einen Tag vor dem Besuch online gekauft werden.

Sport in München

Individualsport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sowie Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich, auch auf Außensportanlagen, sind möglich.

Schulen und Kitas in München

Für Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen gilt ein Sonderfall: Hier muss die gültige Regelung für eine Woche im Voraus bekanntgegeben werden, selbst wenn die Inzidenz in dieser Zeit an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen Grenz über- oder unterschreiten sollte. Im Normalfall dürften die Regelungen für die Schule für diese Woche allerdings ohnehin irrelevant sein, die Schüler haben noch bis einschließlich 11. April Osterferien.

An den 4. Klassen der Grundschule, der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Wechsel- bzw. Präsenzunterricht statt. Dabei muss der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein, zudem müssen die Schülerinnen und Schüler eine Maske tragen. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.

Am Präsenzunterricht und an Präsenzphasen des Wechselunterrichts dürfen nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die zu Beginn des Schultags über einen negativen Corona-Test (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) verfügen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

An den Hochschulen finde keine Präsenzveranstaltungen statt.

Bei der Kita gilt noch bis mindestens 11. April Notbetreuung.

Corona-Regeln für München und Deutschland

Kontaktbeschränkungen: Auch die Kontaktbeschränkungen richten sich nach der Inzidenz im jeweiligen Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt. Liegt die Inzidenz zwischen 35 und 100, kann sich ein Haushalt mit einem anderen Haushalt treffen, die Personenzahl von fünf darf dabei jedoch nicht überschritten werden.

Liegt die Inzidenz unter 35, kann sich ein Haushalt mit zwei weiteren Haushalten treffen, wenn eine Personenzahl von zehn nicht überschritten wird. Kinder bis 14 Jahren sind jeweils ausgenommen. Liegt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, gilt die Regel, die bis Anfang März gegolten hat. Dann darf sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen – das ist seit Sonntag auch in München wieder der Fall.

Reisen: Auf nicht zwingend notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - soll verzichtet werden. Dies gilt für Reisen in Bayern und Deutschland und für "überregionale tagestouristische Ausflüge". Übernachtungen in Hotels sind nur für ausdrücklich nicht touristische Zwecke gestattet. Seit dem 30. März ist ein negativer Corona-Test bei der Einreise nach Deutschland Pflicht.

Wer aus einem "besonders infektionsgefährlichen Virusvariantengebiet" nach Deutschland einreist, muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Auch ein vorzeitiges Beenden der Quarantäne durch einen negativen Test am fünften Tag nach der Einreise ist mittlerweile nicht mehr möglich. Wer aus einem Risikogebiet kommt muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Die sonstigen Quarantäneausnahmen für die Einreise aus Virusvariantengebieten (vor allem für Warentransport und systemrelevante Grenzgänger und Grenzpendler) bleiben unverändert.

Diese Corona-Regeln gelten bundesweit für Gastro, Bildung und Freizeit

Freizeit, Sport, Unterhaltung: Bund und Länder haben am 3. März einen Stufenplan mit schrittweisen Corona-Lockerungen beschlossen, den auch die bayerische Staatsregierung so übernommen hat.

Den Anfang machten seit 8. März unter anderem Buchhandlungen, Bibliotheken und Fahrschulen. Auch Öffnungen bei Kultur und Freizeit (z.B. Museen und Tierparks) sind seitdem möglich – wenn es die Inzidenzzahl zulässt.

Sonderfall Profisport: Profisportveranstaltungen dürfen ohne Zuschauer stattfinden. Erste Klubs in Regionen, die Teil von Modellversuchen sind, dürfen aber bereits wieder wenige Zuschauer in Stadien lassen, zum Beispiel Hansa Rostock

Gastronomie: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und Restaurants mussten bereits Anfang November schließen. Die Lieferung und Abholung von Speisen bleibt erlaubt. Essen darf aber nicht direkt bei der Abholung - etwa an Würstl- oder Pommesbuden - verzehrt werden. Betriebskantinen wurden geschlossen, Speisen und Getränke dürfen sie allenfalls zum Mitnehmen anbieten.

Frühestens ab dem 12. April kann es dann auch in Bayern zu Gastro-Lockerungen kommen. Auch hier hängt es jedoch stark von der Inzidenz ab – wie in vielen anderen Bereichen auch sind dann die Grenzwerte 50 und 100 entscheidend.

Dienstleistungen: Friseursalons sind seit dem 1. März wieder geöffnet. Seit 8. März dürfen deutschlandweit auch wieder die Betreiber "körpernaher Dienstleistungen" öffnen – dazu zählen unter anderem Kosmetik- und Nagelstudios, vorausgesetzt, die Inzidenz lässt es zu. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapien oder Fußpflege sind schon wieder seit längerer Zeit möglich.

Schulen und Kindergärten: Schulen und Kindergärten in Bayern waren seit dem 16. Dezember geschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs vereinbarten bei ihrer Videokonferenz am 10. Februar, dass die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit über eine Öffnung der Schulen und Kitas selbst entscheiden können.

Während Gymnasiums- BOS- und FOS-Abschlussklassen bereits wieder seit längerer Zeit im Wechselunterricht sind, sind in Bayern auch die Grundschulklassen und Abschlussklassen der Real- und Mittelschulen seit dem 22. Februar wieder in der Schule – aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sind seitdem wieder im eingeschränkten Regelbetrieb offen.

Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 50 erfolgt in allen Grundschul- und Förderschulklassen Präsenzunterricht. Bei einer Inzidenz von unter 100 find an allen anderen Schularten in allen Jahrgangsstufen sowie in den Grundschulen in Landkreisen oder kreisfreien Städten über einer Inzidenz von 50 Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand statt. Bei einer Inzidenz von über 100 findet mit Ausnahme der Abschlussklassen Distanzunterricht statt.

Auch beim Kita-Betrieb ist die Inzidenz entscheidend: Bei einer Inzidenz unter 50 erfolgt Regelbetrieb, zwischen 50 und 100 ein eingeschränkter Regelbetrieb und bei einer Inzidenz von über 100 Notbetreuung.

Lockdown in München: Diese Regeln gelten im Einzelhandel

Einzelhandel, Einkaufen: Der Groß-und Einzelhandel war von Mitte Dezember und bis 7. März komplett geschlossen. Ausnahmen waren Geschäfte des täglichen Bedarfs, Tankstellen, Banken, Postfilialen, Apotheken und Drogerien.

Wie bei Kultur- und Freizeiteinrichtungen kommt es auch beim Einzelhandel zu einzelnen Öffnungsschritten: Liegt die Inzidenz im Landkreis oder der kreisfreien Stadt unter 50, darf der Einzelhandel seit dem 8. März wieder öffnen – eine Hygienekonzept sowie eine begrenzte Kundenzahl vorausgesetzt. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 gibt es Einschränkungen: Ein Ladenbesuch ist dann unter anderem nur mit einer vorherigen Terminbuchung ("Click & meet") möglich. Steigt die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 oder befindet sie sich ohnehin schon über diesem Wert, wird der Einzelhandel (wieder) geschlossen.

Ab dem 12. April kommt es hier jedoch - zumindest in Bayern - zu einer weiteren Lockerung: Geschäfte in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit einer Inzidenz zwischen 100 und 200 dürfen dann ebenfalls mit "Click & meet" öffnen – allerdings nur, wenn der Kunde einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen kann. Dabei darf der PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein, bei einem Schnelltest sind es 24 Stunden.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 bleibt es bei den bisherigen Regelungen: Auch hier ist Shoppen nur mit vorheriger Terminbuchung möglich, allerdings benötigen die Kunden hier keinen negativen-Corona-Test. Bei einer Inzidenz von unter 50 darf der Einzelhandel "normal" öffnen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. Bei einer Inzidenz über 200 ist - wie bisher auch schon - nur die Abholung vorbestellter Waren ("Click & collect") zulässig.

Pflegeheime: Besucher in Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen müssen einen negativen Corona-Test (Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Auch die Durchführung eines Tests in der Einrichtung - unter Aufsicht - ist möglich. Innerhalb aller Einrichtungen gilt eine FFP2-Maskenpflicht.

Homeoffice: Bund und Länder wollen einen weitgehenden Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Homeoffice einführen. Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 30. April.