Corona-Lockdown verlängert: Diese Regeln gelten in München

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des harten Lockdowns bis 7. März geeinigt. In Bayern gelten teilweise verschärfte Maßnahmen. Die AZ fasst alle wichtigen Regeln zusammen.
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Der Lockdown in München wurde erneut verlängert. (Archivbild)
Der Lockdown in München wurde erneut verlängert. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Hinweis der Redaktion: Dieser Text hat den Stand der am 10. Februar von Bund und Ländern beschlossenen Verlängerung der Corona-Maßnahmen und der von der Bayerischen Staatsregierung am 11. Februar verkündeten Beschlüsse.


München - Seit Monaten gilt für ganz Deutschland ein "harter" Lockdown – Bund und Länder haben sich abermals auf eine Verlängerung der einschneidenden Maßnahmen geeinigt. Die bisherigen Regeln gelten nun vorerst bis zum 7. März.

Handel und Gastronomie bleiben weitgehend geschlossen. Auch die privaten Kontakte sind weiterhin eingeschränkt. Erst wenn eine "stabile" Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen erreicht ist, sollen weitere Öffnungen durch die Länder folgen. Mehr dazu lesen Sie in den unten aufgeführten Punkten.

Die Beschlüsse für den harten Lockdown in Deutschland und München:

Besondere Corona-Regeln in München

Ausgangsbeschränkung: Die eigene Wohnung darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Dazu zählen unter anderem der Lebensmitteleinkauf, Sport und Spaziergänge im Freien, Versorgung von Tieren, Besuche bei Lebenspartnern und Angehörigen und die Begleitung Minderjähriger. 

Maskenpflicht in der Innenstadt: Bund und Länder haben beschlossen, dass eine Maskenpflicht überall dort besteht, wo es Publikumsverkehr gibt. In München gilt eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, Rindermarkt, Viktualienmarkt, Dienerstraße, Schrammerstraße, Landschaftstraße, auf den Gehwegen im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss.

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Verschärfung der Maskenpflicht in Bayern

Auch hier gilt die Maskenpflicht: Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel ist das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht. Hier wurden die Regeln nochmals verschärft: So müssen Menschen seit dem 18. Januar beim Einkaufen und im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen, die kein Ventil hat. Eine Einmal-Maske oder ein selbstgenähter Mund-Nasen-Schutz ist nicht mehr erlaubt.

Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden und auf sogenannten Begegnungs- und Verkehrsflächen in Arbeitsstätten. Die Maskenpflicht gilt für Personen ab sechs Jahren. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 500 Euro geahndet.

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Wirbel um Alkoholverbot in München

Alkoholverbot im öffentlichen Raum: Am 19. Januar hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum gekippt! Dennoch gilt in München in Teilen des öffentlichen Raums ein Alkoholverbot.

Seit 28. Januar gilt in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt ein Alkoholkonsumverbot. Das Verbot gilt - analog zur Maskenpflicht - in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Sendlinger-Tor-Platz, im Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt, auf dem Rindermarkt und dem Viktualienmarkt, in der Dienerstraße, Schrammerstraße und Landschaftstraße, im Tal sowie in der Schützenstraße und im Stachus-Untergeschoss. Hier darf rund um die Uhr kein Alkohol konsumiert werden.

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Corona-Regeln für München und Deutschland

Kontaktbeschränkungen: Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands sollen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Kinder bis einschließlich drei Jahre sind von den Vorgaben bei Treffen mit anderen Hausständen ausgenommen. 

Ausnahmen: Die Beschränkungen gelten nicht, wenn es um die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechtes geht sowie um die Begleitung Sterbender und Beerdigungen im engsten Kreis. Die Betreuung durch Großeltern fällt unter das Sorge- und Umgangsrecht.

Partys, private Feiern und Treffen: Laut dem Corona-Beschluss von Bund und Ländern sind Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen "angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel". Mit Kontrollen soll dagegen verstärkt vorgegangen werden.  

Reisen: Auf nicht zwingend notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - soll verzichtet werden. Dies gilt für Reisen in Bayern und Deutschland und für "überregionale tagestouristische Ausflüge". Übernachtungen in Hotels sind nur noch für ausdrücklich nicht touristische Zwecke gestattet.

Verschärfungen gibt es nun auch bei der Einreise: Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen.

Der sogenannte "kleine Grenzverkehr" zum Einkaufen oder zu Freizeitzwecken ist seit dem 9. Dezember in Bayern ausgesetzt. Nur Besuche von Verwandten ersten und zweiten Grades und die Fahrten von Berufspendlern sind davon ausgenommen.

Diese Corona-Regeln gelten bundesweit für Gastro, Bildung und Freizeit

Freizeit, Sport, Unterhaltung: Seit dem 2. November sind praktisch alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen. 

Seit dem 10. Dezember die Benutzung aller Sportstätten in den öffentlichen Grünanlagen untersagt – dazu zählen beispielsweise Bolzplätze und Skateanlagen.

Kinder dürfen sich über die genannte Haushalt-plus-eins-Regel hinaus nicht in Gruppen auf Spielplätzen verabreden. Grundsätzlich müssen Eltern auf Spielplätzen darauf achten, Ansammlungen zu verhindern. 

Sonderfall Profisport: Profisportveranstaltungen dürfen ohne Zuschauer stattfinden.

Gastronomie: Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und Restaurants mussten bereits Anfang November schließen. Die Lieferung und Abholung von Speisen bleibt erlaubt. Essen darf aber nun nicht mehr direkt bei der Abholung - etwa an Würstl- oder Pommesbuden - verzehrt werden. Eine Gastro-Verschärfung: Betriebskantinen werden geschlossen und dürfen allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

Dienstleistungen: Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapien oder Fußpflege bleiben weiter möglich. Am 10. Februar beschlossen Bund und Länder eine Öffnung der Friseursalons ab dem 1. März.

Schulen, Kindergärten, Universitäten und Hochschulen: Schulen und Kindergärten in Bayern sind seit dem 16. Dezember geschlossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs vereinbarten bei ihrer Videokonferenz am 10. Februar, dass die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit über eine Öffnung der Schulen und Kitas selbst entscheiden können.

Während Gymnasiums- BOS- und FOS-Abschlussklassen bereits wieder seit längerer Zeit im Wechselunterricht sind, sind in Bayern auch die Grundschulklassen und Abschlussklassen der Real- und Mittelschulen seit dem 22. Februar wieder in der Schule – aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sind seitdem wieder im eingeschränkten Regelbetrieb offen.

Für Eltern sollen zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum Urlaub nehmen zu können und finanzielle Hilfen zu erhalten. Zudem soll eine Notfallbetreuung sichergestellt werden. Neuerungen gibt es auch beim Kinderkrankengeld: Normalerweise erhält jedes Elternteil pro Jahr für bis zu zehn Arbeitstage Kinderkrankengeld, Alleinerziehende für bis zu 20 Tagen. Vorübergehend soll der Zeitraum auf 20 beziehungsweise 40 Tage steigen. Der Anspruch gilt auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

An Universitäten sollen Vorlesungen und Seminare digital durchgeführt werden. 

Lockdown in München: Das gilt im Einzelhandel

Einzelhandel, Einkaufen: Der Groß-und Einzelhandel ist seit Mitte Dezember und mindestens bis 7. März geschlossen. Ausnahmen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, Tankstellen, Banken, Postfilialen, Apotheken und Drogerien. Am 10. Februar kündigten Bund und Länder an, dass weitere Öffnungsschritte erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner folgen werden. Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

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Pflegeheime und Krankenhäuser: Besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten seit dem 9. Dezember für bayerische Pflegeheime. Pro Tag ist dann nur noch ein Besucher erlaubt, der einen Corona-Test vorlegen und eine FFP2-Maske tragen muss. Für das Pflegepersonal sind FFP2-Masken und zwei Tests pro Woche verpflichtend. Im Fall eines Corona-Ausbruchs ist eine sofortige Verlegung auf eine Isolierstation vorgesehen. Nicht-infizierte Bewohner sollen in Reha-Einrichtungen und an andere geeignete Orte verlegt werden. Auch in Krankenhäusern müssen FFP2-Masken getragen werden.

Homeoffice: Bund und Länder wollen einen weitgehenden Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Homeoffice einführen. Künftig müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Diese Regelung gilt bis zum 15. März.

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