Bürgerinitiative setzt sich für Bahntunnel im Münchner Osten ein

Das Zugaufkommen am Bahnabschnitt Zamdorf-Johanneskirchen wächst. Eine Bürgerinitiative startet deshalb nun eine Petition.
von  T. Schröder
Viele Münchner haben Bahnschienen direkt neben ihrem Garten.
Viele Münchner haben Bahnschienen direkt neben ihrem Garten. © AZ-Archiv/Gaby Mühlthaler

München - Weil Bund und Bahn den steigenden Güterverkehr im Münchner Osten unterschätzen, startet eine Bürgerinitiative nun eine Petition.

Der Bahnabschnitt Zamdorf-Johanneskirchen muss ausgebaut werden, darin sind sich alle einig. Denn das Zugaufkommen wächst, es kreuzen sich dort internationale Güterverkehrsrouten. Doch ob dafür ein Tunnel gebaut wird und wenn ja, wer diesen bezahlt, sorgt für Missstimmung.

Stadt München müsste beim Tunnelbau 1,5 Prozent der Kosten übernehmen

Zweierlei stört Klaus-Walter Kröll und seine Bürgerinitiative für einen Bahntunnel an den Planungen: Erstens, dass den Prognosen hinsichtlich des künftigen Verkehrsaufkommens veraltete Zahlen aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 zugrunde liegen, die einen zusätzlichen Güterverkehr durch den Brenner-Basistunnel nicht berücksichtigen; die Bahn möchte auf dieser Basis nur die Gleiszahl erweitern und für Lärmschutzmaßnahmen sorgen. Zweitens, dass die Stadt München im Falle eines Tunnelbaus den Löwenanteil von 1,5 der vom Planungsreferat berechneten rund 2,3 Milliarden Euro schultern müsste – obgleich die Zuständigkeit beim Bund liegt.

Die Bürgerinitiative startet deshalb eine Petition. Politik und Bahn sollen zum Umdenken bewegt werden, sodass wie in Rosenheim ein Tunnel gebaut wird, der die Anwohner entlastet, und der Bund die Kosten übernimmt.

Die Infoveranstaltung findet mit dem Start der Petition am 9. Oktober um 19 Uhr in der Englschalkinger Str. 208 statt.

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