Kommentar

Behaltet die Pop-up-Radwege!

Die Lokalchefin Sophie Anfang über das Ende der Pop-up-Radwege.
von  Sophie Anfang

Wenn sie will, kann die Stadt schnell handeln: So wie im Frühjahr, als sie ruck-zuck temporäre Radwege geschaffen hat. Das war richtig. Nun drohen SPD und CSU, in alte Schemata zu verfallen: Nach dem Motto "Die Versuchszeit ist vorbei, jetzt wird alles wieder eingestampft und monatelang evaluiert." Was in normalen Zeiten sinnvoll sein mag, wirkt in Wochen mit steigenden Infektionszahlen unpassend bürokratisch.

In Covid-19-Zeiten werden einige im Winter öfter aufs Rad steigen. Zumindest dort, wo der Radverkehr zugenommen hat - und das wird die Verwaltung schon sagen können - sollte man die gelben Radlwege lassen.

Denn sie haben einen klaren Vorteil: Als Teil der Straße werden sie im Winter schnell geräumt. Das ist wichtig für Radler, die bei Kälte sicher unterwegs sein wollen.