20-Jährige an der Feiermeile vergewaltigt? Prozessbeginn in München

Aussage gegen Aussage: Der mutmaßliche Vergewaltiger bestreitet die Tat vor Gericht. Hat er die 20-jährige Touristin an der Münchner Feiermeile missbraucht?
von  AZ/jot
Der Angeklagte vor Gericht.
Der Angeklagte vor Gericht. © AZ/jot

München - Der Fall hatte viele Münchner im letzten September betroffen gemacht. Die Polizei berichtete seinerzeit, dass eine junge Touristin (20) aus Stuttgart im Münchner Nachtleben einen Mann kennengelernt hatte, der sie dann wenig später im Hinterhof eines Hotels in der Sonnenstraße vergewaltigt haben soll. Die zweite Vergewaltigung innerhalb weniger Tage im Umfeld der Feiermeile. Ein 24-Jähriger konnte wenig später festgenommen werden. Am Freitag begann der Prozess gegen den Kellner.

Die beiden hatten sich laut Anklage in der Nacht auf den 7. September vor einem Lokal kennengelernt. Er bot ihr eine Zigarette an, man war sich sympathisch, schlenderte über die Feiermeile. Vor einem Hotel in der Sonnenstraße bot er ihr an, sie durch das Restaurant des Hotels zu führen, das seinem Onkel gehöre. Im Hinterhof des Hotels küssten sich die beiden. Dann lotste er sie in ein Müllhäuschen. Nach etwa einer Minute sagte die 20-Jährige "No" und dass sie nun gehen wolle. Notfalls würde sie die Polizei rufen und schreien.

Angeklagter bestreitet die Vergewaltigung

Doch gegen den körperlich überlegenen Mann hatte sie keine Chance. Nach anfänglichen Abwehrversuchen und nachdem er ihr das Handy abgenommen hatte, ließ sie den Vergewaltiger gewähren, der sie zudem noch bespuckt haben soll.

Der Mann bestreitet die Vergewaltigung. Sex hatten die beiden, ja, lässt er seine Verteidiger erklären, aber der Sex sei einvernehmlich gewesen. Der Prozess dauert an.

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