Trotz Corona-Pandemie: Nepal öffnet langsam wieder seine Grenzen

Es geht wieder los, wenn auch mit kleinen, langsamen Schritten: Nepal öffnet seine Tore wieder für Touristen. Erste internationale Flüge sind bereits wieder im Angebot und auch der Mount Everest ist bald wieder für Bergsteiger geöffnet.
von  (wag/spot)
Die Besteigung des Mount Everest ist für viele Menschen ein Lebenstraum.
Die Besteigung des Mount Everest ist für viele Menschen ein Lebenstraum. © Shutterstock/Daniel Prudek

Noch ist der Mount Everest Corona-bedingt für Bergsteiger gesperrt. Schon bald soll sich das jedoch ändern. Für die Herbstsaison können (Hobby-)Abenteurer wieder Genehmigungen für die Besteigung des höchsten Berges der Erde beantragen. Dafür müssen sie allerdings nach wie vor tief in die Tasche greifen.

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Ab dem 17. August soll es dem US-amerikanischen Magazin "Forbes" zufolge wieder internationale Flüge nach Nepal geben. Das bestätigte der Sprecher der nepalesischen Tourismusbehörde, Kamal Prasad Bhattarai. Unklar ist bislang, ob ankommende Touristen sich erst für eine bestimmte Zeit in Quarantäne begeben müssen oder einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, bevor sie sich auf ins Himalaya-Gebirge machen dürfen. Das Land zwischen Indien und Tibet ist eine der ärmsten Nationen der Welt und wirtschaftlich stark vom Berg-Tourismus abhängig.

Besteigung des Everest ist ein teures Abenteuer

Das Tourismusministerium hatte Ende Juli mitgeteilt, dass für den Herbst wieder Aufstiegsgenehmigungen für den Mount Everest und andere Berge erteilt werden sollen. An den saftigen Preisen für ein solches Abenteuer hat sich allerdings nichts geändert. Die Gebühr für eine Genehmigung zur Besteigung des Mount Everest beläuft sich laut dem Magazin "Bergsteiger" in der Hauptsaison im Frühjahr auf satte 11.000 US-Dollar - umgerechnet rund 9.400 Euro. In der Herbstsaison, die vom Spätseptember bis Anfang Dezember andauert, kommen Touristen mit knapp der Hälfte dieser Summe ein wenig preisgünstiger weg.

Die Gesamtkosten für eine Besteigung des Mount Everest sind allerdings noch erheblich höher. Neben der Gebühr für die Genehmigung müssen Bergsteiger nämlich Einiges für ihre Ausrüstung inklusive der Zelte, Essen und Sauerstoffflaschen ausgeben. Die meisten Abenteurer - oder solche, die es gerne werden möchten - lassen sich zudem von lokalen erfahrenen Führern zum Gipfel des Everest bringen. Meist handelt es sich dabei um Angehörige des Sherpa-Volkes (Dt.: in etwa "Ostvolk"). Sie tragen beispielsweise Gepäck zwischen den Camps hin und her, navigieren und kochen.

Noch ist "das Dach der Welt" geschlossen

Mit knapp 8.848 Metern ist der Mount Everest der höchste Berg der Erde, weshalb sein Gipfel auch "das Dach der Welt" genannt wird. Die Besteigung des Everest steht heute auf der "Bucket List" vieler Menschen weltweit - einer Liste von Dingen, die sie in ihrem Leben einmal erleben wollen. Seit Mitte März ist das Himalaya-Gebirge jedoch aufgrund der Corona-Pandemie gesperrt.