Streit unterm Christbaum

Weinachten ist für viele Menschen Stress pur. Damit die Stimmung bei Ihnen an Heilig Abend friedlich bleibt, hat die AZ ein paar Tipps für Sie parat.
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Nicht immer geht es friedlich zu unter dem schön geschmückten Christbaum. Gerade an Heilig Abend streiten viele Familien.
Regierung von Oberbayern Nicht immer geht es friedlich zu unter dem schön geschmückten Christbaum. Gerade an Heilig Abend streiten viele Familien.

München - Ein Liebeswochenende für SIE, ein neues Tablet für IHN, dazu funkeln die Kerzen, die Oma stimmt „O du Fröhliche“ an, und aus der Küche duftet der Braten. Hach, so friedlich könnte es sein! Wenn er sich nicht wieder weigern würde, zu singen. Und sie ihn in Ruhe sitzen ließe, anstatt ihn an die Spülmaschine zu scheuchen. So aber keift ER sie an, SIE beißt zurück – und noch ehe die Verwandtschaft weg ist, endet Heiligabend im schönsten Beziehungskrach. Kennen Sie? Sie wären jedenfalls nicht allein damit.

In jeder dritten Beziehung, sagt die Statistik, scheppert’s unterm Weihnachtsbaum – oft so sehr, dass die Feiertage gleich mit verdorben sind. Ursachen sind schnell gefunden. Weihnachten ist ein Fest, an dem sich gefreut werden muss. „Und das, obwohl Menschen zusammen kommen, die unterschiedliche Traditionen haben und sich unterschiedliche Dinge wünschen“, sagt Kommunikations-Trainerin Nicola Fritze. Dazu die räumliche Enge, die Erwartung, viel Zeit harmonisch zusammen verbringen zu müssen. „Wenn da ein Paar nicht vorher Kompromisse sucht, zerplatzen die Harmonie-Träume.“ Wappnen Sie sich also frühzeitig für die brenzligsten Situationen. Für die AZ listet Nicola Fritze die häufigsten Streitauslöser unterm Christbaum auf – und wie sie sich vermeiden lassen.

TYPISCHE FRAUEN-FEHLER: 1. Sie mault an seinem Christbaum herum. Da hat er Zeit und Geld investiert, um sich am Standl die hübscheste Tanne zu sichern. Und dann spult sie das ganze Nörgel-Ritual ab: „Total schief! Zu dünn! Schneid da was raus! Und mach nicht so viel Lametta dran ...!“ Das vergällt ihm das Fest, noch ehe es losgeht. Tipp: „Lassen Sie Nachsicht walten, Ihr Mann hat bestimmt sein Bestes gegeben“, mahnt Nicola Fritze. „Der Baum ist da, damit Sie sich gemeinsam dran freuen!“ Und an Dreikönig wandert er ohnehin auf den Kompost.

2. Sie lädt zu viele Leute ein. Tante Frieda nörgelt, der Freund der Tochter belegt Papas Sofastammplatz, der Ex der Gattin macht sich auch noch breit. Wenn’s an Weihnachten zu voll wird, fühlen Männer sich oft fehl am Platz. Tipp: „Vorher unbedingt eine Wohlfühl-Gästeliste absprechen!“

3. Sie schenkt was, obwohl vereinbart war, diesmal auf Präsente zu verzichten. Und dann ist sie auch noch sauer, weil er wirklich nichts für sie hat. Tipp: „Halten Sie sich an Abmachungen und werten Sie Geschenke nicht als Liebesbestätigung.“

4. Sie kommt kaum noch aus der Küche. Und ist dann völlig erschöpft, wenn für ihn der gemütliche Teil beginnt. Tipp: „Bereiten Sie für Heiligabend etwas schnelles Feines vor. Und gehen Sie an den Feiertagen auswärts essen. So bleibt Zeit zum Genießen.“

TYPISCHE MÄNNERFEHLER: 5. Er klinkt sich aus den Vorbereitungen aus. Sie putzt, kocht, dekoriert und verpackt – er geht lieber mit seinen Kegelkumpels zum traditionellen Weihnachtsfrühschoppen und lässt sie mit aller Arbeit allein. Tipp: „Wenn Sie am Weihnachtsmorgen Freiraum brauchen, sollten Sie am Vortag Einsatz zeigen und vorbereiten helfen.“

6. Er schaut zu tief ins Glas. Die ersten Glühweinglaserl gönnt er sich am Vormittag, beim Christkindlmarktbummel. Dann bechert er munter weiter, bis die Schwiegermutter kommt. Am Abend ist er derart bedudelt, dass den Liebsten die Lust am Feiern vergeht. Tipp: „Bedenken Sie: Wer sich betrinkt, reagiert gereizter auf Stressmomente. Achten Sie bewusst auf einen niedrigen Alkoholpegel!“

7. Er mag sich nicht feinmachen. Sie hübscht sich für den Abend besonders auf. Er zieht es vor, seine Gammeljeans anzulassen. Bedeutet ihm das Fest denn gar nichts?, fragt sie sich. Tipp: „Klären Sie vorher einen Dresscode, mit dem Sie beide glücklich sind.“

8. Er verschanzt sich hinter seinem Computer. Wer nicht im Weg herumsteht, kann keinen Ärger kriegen, denkt er, zieht sich hinter Glotze und Smartphone zurück – und überlässt seine (enttäuschten) Lieben ganz sich selbst. Tipp: „Alle Glotz-Geräte ausmachen! Spielen Sie lieber ganz altmodisch ein Brettspiel. Oder gehen Sie gemeinsam vor die Tür.“ Das entspannt die Enge, lüftet das Hirn durch und macht vielleicht schon wieder Appetit auf’s nächste Fest. Frohe Weihnachten! iko

 

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