So geht es nach der EU-Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs weiter

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech gegeben. So geht es nach der Zulassung jetzt in Deutschland weiter.
von  (jom/spot)
Der Impfstoff muss nun in Deutschland verteilt werden.
Der Impfstoff muss nun in Deutschland verteilt werden. © LookerStudio/shutterstock.com

An diesem Montag (21. Dezember) hat die EU-Kommission dem Corona-Impfstoff-Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung erteilt. Es ist damit der erste Corona-Impfstoff, der in der EU genutzt werden darf. Doch wie geht es nach der Zulassung in Deutschland weiter? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) twitterte wenig später einen kurzen Abriss des weiteren Fahrplans.

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"Am 27.12. geht es in Deutschland los: Die ersten Pflegebedürftigen werden geimpft", schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Bis Ende diesen Jahres werden über 1,3 Mio Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert und von diesen an die Impfteams verteilt. Im Januar werden jede Woche mindestens weitere 670.000 Dosen ausgeliefert." Bis Ende März sollen bis zu 13 Millionen Impfdosen bereit stehen.

Diese Gruppen werden zuerst geimpft

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass als Erstes die über 80-Jährigen, Personal und Bewohner von Pflegeheimen sowie auch Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko geimpft werden sollen. Sie gehören zu der Gruppe mit "höchster" Priorität, es folgen Gruppen von "hoher" (z.B. Menschen mit Demenz oder Kontaktpersonen von Schwangeren) und "erhöhter" (z.B. Erzieher und Lehrer) Priorität. In die Pflegeheime werden mobile Impftrupps entsendet. Die weitere Bevölkerung wird zunächst in bundesweit bis zu 442 Impfzentren kostenlos geimpft. Die Impfstoffe werden an diese von rund 60 Zwischenlager aus verteilt, wo der Impfstoff gekühlt aufbewahrt wird. Für eine Impfung wird ein Termin notwendig sein. Das genaue Prozedere könnte sich von Land zu Land unterscheiden.

Deutschland erhält insgesamt 85,8 Millionen Impfdosen des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer. Vom US-Pharmakonzern Moderna wurden zudem 50,5 Millionen Impfdosen gesichert.

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