AZ testet: das Rockmuseum

Ein ungewöhnliches Museum voller atemberaubender Meisterstücke aus der Musikwelt: das Rockmuseum.
von  AZ
Neuer Cityguide „München für Münchner“: Tipps im AZ-Test - das Rockmuseum
Neuer Cityguide „München für Münchner“: Tipps im AZ-Test - das Rockmuseum © AZ

Es ist weniger ein Museum, wie man es üblicherweise kennt. Das Rockmuseum ist vielmehr ein atemberaubendes Meisterstück – von jemandem, der Musik liebt und lebt. Aus einer großen Leidenschaft entstand mit viel Hingabe und auch einer Portion Verrücktheit eine bestaunenswerte Sammlung, die sogar weniger Musikbegeisterte entzücken dürfte.

Die Geschichte beginnt mit einem Campingerlebnis des Gründers Herbert Hauke: Der schlug 1972 im zarten Alter von 17 Jahren buchstäblich vor dem Circus Krone seine Zelte auf, weil hier Ike & Tina Turner am Abend ein Konzert geben sollten. Als Tina Turner-Fan wollte er natürlich einen Platz in der ersten Reihe ergattern. Die Rechnung ging nicht ganz auf: Es reichte nur für die Zweite Reihe. Aber immerhin nahmen die Rolling Stones direkt vor Hauke Platz – das und ein Autogramm von Jagger und Co. trösteten den Tina-Groupie dann doch recht schnell.

Als Tina Turner sich dann auch noch eine Rose just von dem Strauß ins Haar steckte, den Herbert Hauke auf die Bühne geworfen hatte, war die Welt dann endgültig für ihn in Ordnung. Zumal die Soulqueen dem Rosenkavalier auch noch die 17-minütige Version von „I've been loving you too long!“ gewidmet hatte. Das Bild mit der Rose schaffte es später sogar auf das Cover des Albums „Sweet Rhode Island Red“.


Die Abendzeitung vergibt für den Insidertipp „Rockmuseum“ 4 von 5 Sternen.

Doch Bilder und Autogramme im Privatalbum waren Hauke irgendwann nicht mehr genug, er wollte seine schönen Erinnerungen und die Freude an seinen gesammelten Objekten auch mit anderen teilen: Die Idee zum Rockmuseum war geboren. Und so finden sich hier viele ungewöhnliche Exponate von außergewöhnlichen Stars, etwa eine Hose von Freddie Mercury. Goldstück der Sammlung ist eine Dollar Münze von Jimmy Hendrix, die so ausgeschabt ist, dass er sie zur Aufbewahrung von Pillen verwenden konnte. Geschichten wie diese und tausend andere kann man sich von Herbert Hauke persönlich erzählen lassen: Der Rockmuseumschef kann als Tourguide gebucht werden.


Mehr Infos finden Sie hier.

Rockmuseum
Spiridon-Louis-Ring 7
Tgl. 9-24 Uhr