Qualität vor Quantität zahlt sich aus – Vor allem auch im Kleiderschrank

Qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, lohnt sich im Grunde immer. Gerade was Mode angeht, legen aber immer noch viel zu wenige Menschen Wert auf Qualität. "Slow Fashion" setzt dagegen.
| Daniel Niedenhofer
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Viel hängt davon ab, was hier hängt: Kleiderschrank
Viel hängt davon ab, was hier hängt: Kleiderschrank © Adobe Stock / schulzfoto

„Fast Fashion“ ist nach wie vor im Trend und Shopping zu einer Art allwochenendlichem Hobby geworden. Über die Schäden, die dadurch angerichtet werden, sind sich Verbraucher*innen häufig gar nicht bewusst; andere wiederum ignorieren sie einfach. Dabei zahlt sich Qualität bei Kleidung nicht nur in Sachen Umweltschutz aus. Letztlich spart man durch hochwertige Kleidung auch Geld sowie Zeit und tut etwas für die eigene Gesundheit.

"Slow Fashion“ – Die einzig nachhaltige Option

Slow Fashion lässt sich erkennen.
Slow Fashion lässt sich erkennen. © Adobe Stock / Forenius

 

Als Gegenpol zur "Fast Fashion“ ist "Slow Fashion“ selbsterklärend die nachhaltige(re) Alternative. Ein Begriff, mit dem viele Menschen jedoch noch nichts anfangen können, da sie ihre Konsumgewohnheiten noch niemals hinterfragt haben, wenn es um Mode geht. Umso wichtiger ist es, sich einmal mit der "Slow Fashion“ auseinanderzusetzen und mit der Frage, weshalb diese die bessere Wahl ist. Per Definition beschreibt die "Slow Fashion“ bewusste, also nachhaltige Mode, mit der Verantwortung für Menschen und die Umwelt übernommen wird.

Anstatt möglichst günstig und viel einzukaufen, werden die einzelnen Kleidungsstücke bewusst ausgewählt, mit dem Ziel, dass diese umweltschonend hergestellt werden und maximal haltbar sind. Die "Slow Fashion“ ist somit das Pendant in der Modebranche zu ähnlichen Trends in anderen Branchen wie dem "Slow Food“. Auch beim Kauf von Klamotten sollte der Sinn daher nach Entschleunigung stehen. Aber wie?

Die "Slow Fashion“ umfasst mehrere Aspekte. Wie soeben erwähnt, geht es vor allem darum, die Produkte zukünftig bewusster und damit automatisch auch langsamer auszuwählen – daher der Name. Konkret bedeutet das, sich vorab über die Marke, den Ursprung des Produktes, die Herstellungsbedingungen und weitere wichtige Aspekte zu informieren. Schonung der Ressourcen, Verzicht auf gesundheitsschädliche Chemikalien, faire Bezahlung der Näher*innen; diese sind nur einige von vielen Beispielen, was im Rahmen der "Slow Fashion“ berücksichtigt wird. Um den Konsumenten und Konsumentinnen bei ihrem Entscheidungsprozess zu helfen und mehr Transparenz in die Mode zu bringen, gibt es daher mittlerweile spezielle Siegel, zum Beispiel:

• Fair Wear Foundation
• Fairtrade Cotton
• Fairtrade Textilsiegel
• GOTS
• IVN Best
• Peta Approved Vegan

Diese zeichnen Textilien auf die eine oder andere Art und Weise als nachhaltig aus und können daher bei der "Slow Fashion“ als Orientierung dienen. Aber nicht nur beim Kauf neuer Produkte spielt der Trend eine wichtige Rolle. Er sorgt stattdessen für einen Aufschwung von Second-Hand-Klamotten und alternativen Konzepten wie dem Kleidertausch. Zudem gibt es mittlerweile immer mehr kleinere sowie größere Labels, die sich auf die Fertigung von nachhaltiger Mode, also "Slow Fashion“, spezialisiert haben. Wer also will, genießt heutzutage viele Möglichkeiten, um den eigenen Konsum von Klamotten nachhaltig(er) zu gestalten – was zugleich weitere Vorteile mit sich bringt…

Gute Stoffe und Materialien

Viele Menschen kaufen gerne nachhaltiger ein. Dabei gilt es einiges zu beachten.
Viele Menschen kaufen gerne nachhaltiger ein. Dabei gilt es einiges zu beachten. © Adobe Stock / NDABCREATIVITY

Die Langlebigkeit der Produkte ist einer dieser weiteren Vorteile. Denn qualitativ hochwertige Kleidung hat eine längere Lebensdauer, was unterm Strich viel Geld spart und ebenso Zeit für das (Online-) Shopping. Wer seine Kleidungsstücke also zukünftig bewusster auswählt, muss diese seltener austauschen. Und sollte sich doch der Geschmack oder die Figur verändern, sodass einzelne Klamotten nicht mehr gefallen beziehungsweise passen, können sie gemäß dem Konzept der "Slow Fashion“ weiterverkauft oder eben getauscht werden. Um diese Langlebigkeit sicherzustellen, ist es wichtig, beim Kauf auf gute Stoffe und Materialien zu achten. Auch hierbei stellt sich aber die Frage nach dem "Wie“.

• Wann ist ein Stoff gut?

Viele Menschen würden nämlich zwar gerne nachhaltiger einkaufen, wissen aber nicht, worauf sie dabei achten müssen. Tatsächlich sind die Qualitätsunterschiede bei Stoffen für Laien nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Auch hierbei helfen daher die genannten und weitere Siegel, um mehr Transparenz für die Verbraucher*innen herzustellen. Wenn es speziell um den Stoff geht, sind dabei zum Beispiel folgende Siegel hilfreich:

• Cotton made in Africa
• Fairtrade Cotton
• GOTS
• IVN Best
• Naturland-Siegel
• Öko-Tex (Standard 100, Standard 100 plus, Standard 1000)

Diese Siegel liefern bereits wichtige Hinweise, ob der Stoff nachhaltig ist und inwiefern. Aber auch weitere Aspekte kommen hierbei zum Tragen. So gilt es beispielsweise, jede Art der Kunstfaser möglichst zu vermeiden, denn diese bedeuten oft nicht nur eine große Umweltbelastung in der Produktion, sondern zugleich eine Gesundheitsgefährdung durch Mikroplastik. Je mehr Naturfasern ein Stoff enthält, desto besser ist er demnach in qualitativer und nachhaltiger Hinsicht.

Allerdings gehören zu diesen Naturfasern auch umstrittene Textilien wie (Merino-) Wolle oder Baumwolle, deren Produktion ebenfalls umweltschädlich sein oder Tierleid nach sich ziehen kann. Naturfasern sind daher nicht per se nachhaltig, sondern es ist umso wichtiger, auf deren Herkunft zu achten.

"„Slow Fashion" bedeutet daher auch, sich über die Marke und Produkte intensiver zu informieren, beispielsweise durch eine Internetrecherche, um eine durchdachte und damit richtige Entscheidung zu treffen – sogar, wenn diese eben viel Zeit in Anspruch nimmt. Übrigens gibt es mittlerweile auch eine Reihe an ungewöhnlichen, aber nachhaltigen Materialien, für welche dieselben Grundregeln gelten.

Zuletzt sind es die Details, welche qualitativ hochwertige Stoffe auszeichnen, also die Nähte, der Fadenlauf, die Knopfleisten & Co. Ein letzter Tipp lautet, einfach an der Kleidung zu riechen, denn was stark nach Chemie riecht, ist in der Regel auch entsprechend chemisch behandelt und daher im Sinne der Nachhaltigkeit nicht zu empfehlen. Um gute Stoffe zu erkennen, ist somit ein bisschen Knowhow und Erfahrung erforderlich. Doch wer bereit ist, diese Zeit zu investieren, anstatt eben nur "Fast Fashion“ zu kaufen, kann die Qualität der Stoffe in der Regel problemlos auf eigene Faust feststellen und somit zukünftig bessere im Sinne von nachhaltigeren Kaufentscheidungen treffen.

Der Riechtest kann auch über die Qualität Auskunft geben.
Der Riechtest kann auch über die Qualität Auskunft geben. © Adobe Stock / JenkoAtaman

• Richtig reinigen für Langlebigkeit

Qualitativ hochwertige Stoffe auszuwählen, ist bereits eine wichtige Voraussetzung, um die Lebensdauer der Klamotten zu erhöhen, was – wie bereits erwähnt – nachhaltiger und günstiger ist. Doch auch die Reinigung spielt eine wichtige Rolle, wenn es um deren Lebensdauer geht. Wer die Kleidungsstücke nämlich "richtig“ reinigt, verhindert Beschädigungen, Verfärbungen oder andere Gründe, weshalb sie eventuell vorzeitig entsorgt werden müssen. Wie diese Reinigung richtig funktioniert, hängt wiederum von den Materialien ab. Denn jeder Stoff hat andere Eigenschaften und jedes Kleidungsstück somit auch individuelle Pflege- und Reinigungsbedürfnisse. Gerade bei teuren und hochwertigen Kleidungsstücken lohnt es sich, genau hinzuschauen und nicht alles zusammen in die Waschmaschine zu werfen oder pauschal mit 60 Grad zu waschen.

Vor allem Naturfasern sind nämlich häufig nicht für entsprechende Temperaturen gemacht, sondern stellen spezielle Anforderungen an die Reinigung. Während Baumwolle in der Regel relativ unkompliziert ist, gelten beispielsweise für Kaschmir besondere Grundregeln für die Pflege, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Selbiges gilt für Wolle, Leinen, Seide und weitere Naturfasern. Es lohnt sich daher, sich für jedes einzelne, gemäß der "Slow Fashion“ bewusst ausgesuchte, Kleidungsstück über die richtige Reinigung sowie Pflege zu informieren und hierbei etwas mehr Zeit zu investieren, damit die Klamotten so lange wie möglich leben und dabei aussehen wie neu.

• Die Gesundheit schützen

Gute Stoffe und Materialien sind zuletzt auch in gesundheitlicher Hinsicht wichtig. Denn minderwertige Stoffe weisen eben nicht nur eine kurze Lebensdauer auf oder belasten bei ihrer Produktion Mensch sowie Umwelt – sie können sogar zur Gefahr für die eigene Gesundheit werden. Häufig sind sie mit dem bereits erwähnten Mikroplastik oder mit Chemikalien belastet. Dazu gehören unter anderen:

• Chrom-III-Salze oder Chrom-VI-Verbindungen, die in der Lederherstellung zum Einsatz kommen können und nicht nur die Umwelt stark belasten, sondern auch als erbgutverändernd, krebserregend und starkes Allergen gelten.
• Formaldehyd, das vor allem in Textilien vorkommt, die möglichst "knitterfrei“ sein sollen. Es kann Allergien oder sogar Krebs auslösen.
• NPE, ein in Deutschland verbotenes Tensid, das in Kleidung aus dem Ausland stecken und die körpereigenen Hormone schädigen kann.
• Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, denen eine krebserregende Wirkung zugesprochen wird.
• Schwermetalle, die beispielsweise in schwarzer Kleidung oder ebenfalls in Leder stecken können und zahlreiche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
• Verbindungen mit Chlor stecken beispielsweise oft in Jeans und können die Schilddrüse schädigen oder den Stoffwechsel herunterfahren.
• Weichmacher, die immer wieder in der Kritik stehen, weil sie nachgewiesen die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können.

Die "Slow Fashion“ ist somit nicht nur ein Dienst an der Umwelt und an anderen Menschen, sondern auch an sich selbst. Die Investition in qualitativ hochwertige Kleidung ist somit eine in die eigene Gesundheit und sorgt zugleich dafür, dass die Hersteller in der Fashionbranche zu mehr Nachhaltigkeit gezwungen werden. Denn die Nachfrage steuert bekanntlich das Angebot.

Hochwertige Kleidung erkennen

Wichtig ist daher, hochwertige Kleidung zu erkennen, um die richtigen Kaufentscheidungen zu treffen. Wie bereits erwähnt, können Siegel hierbei eine praktische Hilfestellung sein. Sie geben Aufschluss über gewisse Kriterien, welche das jeweilige Kleidungsstück erfüllt, beispielsweise bei den Materialien oder im Herstellungsprozess. Allerdings beziehen sich die Siegel in der Regel nur auf einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit, beispielsweise faire Löhne oder den Verzicht auf Chemikalien, was aber nicht automatisch bedeutet, dass alle Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Vielleicht wird dennoch Tierleid verursacht oder die Baumwolle stammt aus umweltschädlichen Plantagen. Es ist daher wichtig, nicht "blind“ jedem Siegel zu vertrauen, sondern sich zu informieren, wofür dieses steht. Es empfiehlt sich im Regelfall zudem, trotzdem weitere Informationsquellen heranzuziehen, um eben auch die weiteren Aspekte vor dem Kauf zu überprüfen. Am einfachsten ist es häufig, sich einige wenige "Lieblingsmarken“ zu suchen, die nachhaltig und vertrauenswürdig sind, sodass in Zukunft die Recherche auf ein Minimum reduziert werden kann. Denn genau dieser Aufwand ist es, der viele Menschen von der "Slow Fashion“ abschreckt.

Kleinen und regionalen Manufakturen helfen

Kleineren Manufakturen helfen mit der richtigen Kleiderwahl.
Kleineren Manufakturen helfen mit der richtigen Kleiderwahl. © Adobe Stock / Vastram

Sich mehrere, aber unbekanntere Lieblingsmarken zu suchen, anstatt die Massenware der großen Labels zu kaufen, bringt einen weiteren Vorteil mit sich: So wird automatisch auch den kleineren sowie regionalen Manufakturen geholfen. Wie bereits erwähnt, gibt es mittlerweile nämlich eine Reihe an Designern sowie Marken, die sich auf nachhaltige Fashion spezialisiert haben. Allerdings haben diese oft Schwierigkeiten damit, sich gegen die größere und bekanntere Konkurrenz durchzusetzen – auch, weil sie für nachhaltige Mode eben höhere Preise verlangen müssen. In Zeiten, in denen T-Shirts für unter zehn Euro zu haben sind, sind viele Menschen schlichtweg nicht bereit, dieses Geld zu investieren. Dabei würden sie dadurch, wie geschildert, langlebigere Klamotten erwerben, was auf lange Sicht mehr Geld spart als kostet.

Es gilt daher, mit gutem Beispiel voranzugehen und eben nicht nur auf die großen Marken zu setzen, sondern sich bewusst über nachhaltige Mode aus der Region zu informieren und diese zu unterstützen. Das bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich: Anstelle von Massenware, landen einzigartige Kleidungsstücke im Schrank, die eben nicht jeder trägt und die dementsprechend auch in modischer Hinsicht attraktiver sind. Sie haben zudem häufig einen höheren Wiederverkaufswert, beispielsweise auf Second-Hand-Plattformen, denn auch dort ist die Massenware großer Marken nur wenig beliebt.

Geld sparen durch teure Kleidung?

So paradox es also klingen mag: Wer beim Kauf mehr Geld investiert, kann auf lange Sicht tatsächlich Geld sparen. Allerdings kommt es dabei stets auf den Einzelfall an. Wer sich eine teure Tasche für 2.000 Euro kauft, wird unterm Strich dennoch teurer davon kommen als beim Kauf einer billigen 15-Euro-Handtasche; selbst, wenn letztere eine kürzere Lebensdauer hat. Die Sache mit dem Geld ist daher stets eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Zudem bedeutet teure Kleidung nicht automatisch, dass diese auch nachhaltiger oder langlebiger ist.

Um tatsächlich Geld zu sparen, ist es daher wichtig, die Qualität der Kleidung zu überprüfen und daraufhin die günstigste, aber eben nachhaltige Alternative zu wählen. Die Klamotten kosten dann meist mehr als die Billigware der großen Labels, doch die Preise bewegen sich dennoch in einem bezahlbaren Rahmen. Kostet die Handtasche dann also statt 15 eben 70 Euro, kann die Rechnung langfristig tatsächlich aufgehen. Der finanzielle Aspekt sollte bei nachhaltiger Mode somit zwar nicht vordergründig sein, aber kann durchaus einen weiteren Vorteil darstellen. Zudem sollte allen Konsumenten und Konsumentinnen bewusst sein, dass nachhaltige Mode bezahlbar ist – selbst für Personen mit kleinem Budget, wenn eben nur das gekauft wird, was tatsächlich gebraucht und getragen wird. Das ziellose Shopping am Wochenende, das zu unzähligen Spontankäufen und  "Schrankleichen“ führt, gehört damit der Vergangenheit an. Auch deshalb spart "Slow Fashion“ unterm Strich mehr Geld als sie kostet.

Mehr Zeit durch weniger Kleidung

"Slow Fashion" hilft auch beim Platzsparen in Schränken und Laden.
"Slow Fashion" hilft auch beim Platzsparen in Schränken und Laden. © Adobe Stock / maicasaa

Und noch etwas spart die "Slow Fashion“, indem die Kleidungsstücke bewusster ausgewählt werden, nämlich Platz. Denn wer die richtigen Klamotten kauft, braucht nicht viele Teile im Kleiderschrank. So bleibt mehr Platz für die wirklich schönen und hochwertigen Lieblingsklamotten. Dieser geordnete Kleiderschrank bringt zugleich eine weitere Ersparnis mit sich, und zwar bei der Zeit:

• Schneller aus dem Haus kommen

Viele Menschen, vor allem Frauen, haben das Problem, dass der heimische Kleiderschrank aus allen Nähten platzt, wie man so schön sagt. Dadurch geraten einige Kleidungsstücke in Vergessenheit. Eventuell sind die Klamotten auch zerknittert, wenn sie aus dem Schrank geholt werden. Oder das gesuchte Teil lässt sich auf die Schnelle einfach nicht finden. Weniger ist mehr, lautet daher das Motto, auch beim Kleiderschrank. Wer nämlich auf wenige, aber die "richtigen“ Kleidungsstücke setzt, kann mehr Ordnung in den Schrank bringen. Das erleichtert die Pflege der einzelnen Teile, damit diese länger leben und auch nach dem Waschen, Bügeln & Co schön bleiben. Gleichzeitig ist alles jederzeit griffbereit und es ist auf den ersten Blick ersichtlich, was sich gut kombinieren lässt. Das bedeutet am Morgen zur Arbeit oder auch bei Verabredungen in der Freizeit schneller und stressfreier aus dem Haus zu kommen.

• Weniger shoppen

Zeit spart die  "Slow Fashion“ zudem beim Shopping. Denn, obwohl die "Fast Fashion“ sich durch ihre Schnelligkeit auszeichnet, wird mit diesem Konzept oft mehr und häufiger eingekauft. Dadurch verbringen die Vebraucherinnen und Verbraucher automatisch mehr Zeit mit dem (Online-) Shopping, was die "Fast Fashion“ auf den zweiten Blick eben doch nicht so schnell macht. Die Kleidungsstücke bewusster auszuwählen, weniger zu kaufen und diese Teile länger zu tragen, das spart bei der "Slow Fashion“ hingegen viel Zeit. So mag zwar die Recherche vorab und die Suche nach dem einen "perfekten“ Kleidungsstück länger dauern, daraufhin profitieren die Käufer*innen aber viele Jahre von ihrer Kaufentscheidung und müssen daher seltener Klamotten nachkaufen.

Einen eigenen Stil entwickeln

Mit dem "richtigen" Outfit zum eigenen Stil.
Mit dem "richtigen" Outfit zum eigenen Stil. © Adobe Stock / Izabela Magier

Klamotten bewusst auswählen.  Wenige, aber die "richtigen“ Kleidungsstücke kaufen. Die Teile geschickt miteinander kombinieren. Keine Massenware. Den Kaufentscheidungen über viele Jahre hinweg treu bleiben. Darum geht es also bei der "Slow Fashion“. Kurz gesagt: Jeder sollte einen eigenen Stil entwickeln, der abseits von den aktuellen Trends oder der Massenware besteht. Das ermöglicht, nicht nur einzigartig zu sein, sondern Mode zugleich nachhaltiger zu konsumieren. Es ist daher sinnvoll, sich vor dem Shopping darüber Gedanken zu machen, welches Kleidungsstück den Kleiderschrank perfekt ergänzt und dabei zum eigenen Stil passt sowie sich optimal mit den bereits vorhandenen Teilen kombinieren lässt. Denn häufig reichen schon wenige Basics und Accessoires aus, um in unterschiedlicher Kombination viele verschiedene Outfits zu kreieren.

"Slow Fashion“ bedeutet somit auch eine ordentliche Portion Kreativität. Anstatt also auf vorgefertigte Modekonzepte der Designer und Massenware zu setzen, kann jeder einen eigenen Look entwickeln und die eigene Persönlichkeit optimal zur Geltung bringen. Genau darum geht es schließlich bei der Mode und auch deshalb geht Qualität stets über Quantität.

"Slow Fashion“ bedeutet deshalb ein Stück weit auch einfach eine Rückbesinnung auf den eigentlichen Gedanken hinter der Mode und bringt sie zugleich in Einklang mit der sozialen sowie ökologischen Verantwortung, die jeder Mensch trägt beziehungsweise tragen sollte. Immer mehr Promis gehen diesbezüglich mit gutem Beispiel voran. Aber auch für alle anderen Menschen gibt es viele gute Gründe, um zukünftig auf mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank zu achten!


Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch einen externen Redakteur vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

 

 

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