Gezielte Maßnahmen heben den Preis

Simone Ramge von der Aigner Immobilien GmbH setzt Häuser und Wohnungen in Szene
von  Abendzeitung
Man muss die Räume regelrecht inszenieren, um die Lust auf eine Besichtigung zu wecken.
Man muss die Räume regelrecht inszenieren, um die Lust auf eine Besichtigung zu wecken. © dpa

MÜNCHEN Wer seine eigene Immobilie aus welchen Gründen auch immer irgendwann verkaufen will, sollte auch auf scheinbare Kleinigkeiten achten , um einen möglichst guten Kaufpreis zu erziehlen. Simone Ramge, Maklerin bei der Aigner Immobilien GmbH, bietet Immobilienverkäufern einen besonderen Service an: Sie macht eine „Typberatung”, um die Immobilie auf Bildern optimal zu präsentieren. Dabei geht die gelernte Architektin und ehemalige Raumgestalterin ganz behutsam vor. „Jede Immobilien hat ihr eigenes Gesicht – das darf man nicht verfälschen”, warnt Ramge.
Ihre Vorgehensweise, betont die Maklerin, sei einfach, aber wirkungsvoll: Man muss alles wegräumen, was ablenkt und dadurch den Charakter der Immobilie verdeckt. Damit sich ein Interessent in den Räumen wiederfinden kann, sollte man stattdessen die Räume neutral halten: etwas Obst und Blumen drapieren, Möbelstücke umstellen, private Sachen wegräumen, vor allem im Badezimmer. „Solch gezielte Maßnahmen heben den Preis”, weiß Ramge. Denn die zu bewerbende Immobilie steht immer in Konkurrenz zu anderen Immobilien. Daher muss man die Räume regelrecht inszenieren, um die Lust auf eine Besichtigung zu wecken. „Viele Verkäufer machen den Fehler, die Einrichtungsgegenstände in den Vordergrund zu rücken. Dabei geht es um das Haus bzw. die Wohnung”, so die Maklerin.
Damit sie gleich bei dem Erstbesichtigungstermin professionelle Bilder machen kann, hat Ramge immer einen Koffer voller Accessoires im Auto. „Auch eine weiße Decke liegt immer in meinem Kofferraum – damit kann man wunderbar etwas abdecken oder in Szene setzen.”