Der Technologiepavillon

Er zeigt, welch Potenzial in einer intelligenten Architektur und Technologie stecken kann
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Der Technologiepavillon zeigt, welch großes Potenzial in einer intelligenten Architektur und Technologie stecken kann.
Bauzentrum Poing Der Technologiepavillon zeigt, welch großes Potenzial in einer intelligenten Architektur und Technologie stecken kann.

POING Augenfällig ist die kompakte Architektur des Technologiepavillons im Bauzentrum Poing mit einer Grundfläche von 35 mal 20 Metern. Die Architekten verzichteten bewusst auf Verwinkelungen und Ausbauten, um ein günstiges Verhältnis des Gebäudevolumens zu seiner Außenfläche zu erreichen. Dies verringert die Wärmeabstrahlung und hilft dabei, Heizenergie zu sparen. Der große Vortrags- und Tagungssaal hinter der Südwest-Fassade ist eingeschossig, die Nebenräume für Technik, Verwaltung, Büros und Toiletten zum Nordosten sind zweigeschossig angeordnet. Die Orientierung der hohen Eingangshalle nach Südwesten und der lichtdurchfluteten Cafeteria nach Südosten führen zu einer maximalen Nutzung des direkt einfallenden Sonnenlichts. Durch die drehbaren Lamellen in der Doppelfassade kann unmittelbar auf Wetteränderungen reagiert und die Energiezufuhr durch die Sonne gesteuert werden, so dass es auch im Hochsommer nicht zu Überhitzungen kommt. Durch den mehrschaligen und hoch isolierenden Aufbau der Fassade, des Daches und des Bodens wird die eingefangene Wärmeenergie lange im Haus gehalten. Diese Wärmeenergie kann über die verlegten Rohrschlangen im Fußboden gleichmäßig im Gebäude verteilt werden. Nahezu jedes Bauteil übernimmt Funktionen, die auf einen niedrigen Energieverbrauch und ein gutes Gebäudeklima abgestimmt sind. Zur Versorgung des Pavillons mit Wärme und elektrischer Energie haben die Architekten und Ingenieure ein ganzes Bündel von Baumaßnahmen und modernsten technischen Einrichtungen zu einem energetischen Gesamtkonzept weiterentwickelt, das über eine Vielzahl von Sensoren zentral gesteuert wird.
Für eine ausreichende Wärmeversorgung des Technologiepavillons sorgt neben passiven Maßnahmen zur Solarenergienutzung ein kombiniertes System, das aus thermischen Solarkollektoren auf dem Dach, einem Langzeitwärmespeicher (Aquifer) sowie zur Spitzenlastabdeckung aus zwei Grundwasser-Wärmepumpen besteht. Die auf dem Dach eingesetzten Vakuum-Röhrenkollektoren sind hocheffi zient. Die gewonnene thermische Energie wird für den Warmwasserbedarf verwendet und steht dem Heizkreislauf zur Verfügung. Überschüssige Wärme wird einem externen Aquiferspeicher zugeführt. Es handelt sich dabei um einen Langzeit-Wärmespeicher, der als extrem gut isolierter, zweischaliger Wassertank südwestlich des Pavillons 80 bis 100 Zentimeter unter der Erdoberfl äche liegt. Er ist 16,5 Meter lang und besitzt einen Durchmesser von 3,5 Metern. Sein Fassungsvermögen beträgt 100 Kubikmeter Wasser. An Sonnentagen wird dem Speicher über das Medium Wasser die nicht benötigte Wärmeenergie zugeführt (Ladevorgang). Bei maximaler Aufl adung des Speichers erreicht das Wasser eine Temperatur von ca. 50 Grad Celsius. Im Winter fi ndet der umgekehrte Prozess statt! Mehr Infos gibt es unter www.bauzentrum-poing.de!

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