Witterung für Weihnachtsbäume dieses Jahr günstig

NRW ist Weihnachtsbaumland, das Sauerland gilt als eins der größten Anbaugebiete in Europa. In den vergangenen Jahren sorgte das Wetter für viele unbrauchbare Tannen - diesen Sommer sieht es anders aus.
| dpa
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Nach Angaben des NRW-Landesverbandes Gartenbau stammt jeder dritte Weihnachtsbaum in Deutschland aus dem Sauerland.
Nach Angaben des NRW-Landesverbandes Gartenbau stammt jeder dritte Weihnachtsbaum in Deutschland aus dem Sauerland. © picture alliance / dpa
Anröchte

Ein halbes Jahr vor Weihnachten erwartet der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen "ausreichend gesunde Weihnachtsbäume für ein schönes Fest".

Von extremen Ereignissen wie langen Trockenperioden, Sturm, Hagel oder späten Kälteeinbrüche sei man diesmal bislang verschont geblieben, sagte Eberhard Hennecke von der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Anröchte im Kreis Soest. Während in den vergangenen Jahren je nach Witterung mitunter 20 bis 30 Prozent der Bäume beschädigt und nicht zu verkaufen waren, habe man 2021 bisher Glück gehabt.

Kunden legten immer mehr Wert auf Regionalität, sagte Hennecke. Ein Viertel der Bäume werde direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben gekauft, ein weiteres Viertel im Straßenhandel, der Rest in Supermärkten oder Garten- und Baumärkten. "Dabei ist der beliebteste Weihnachtsbaum immer noch die Nordmanntanne, gefolgt von Blaufichte und Nobilis", betonte der Verband. In den Weihnachtsbäumen stecke viel Zeit und Arbeit, sagte Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann laut Mitteilung.

NRW ist Weihnachtsbaumland, das Sauerland gilt als eins der größten Anbaugebiete in Europa, wie der Verband hervorhob. Frühjahr und Sommer seien arbeitsintensiv, es sei viel Pflege per Hand nötig. "Im Sommer macht der Weihnachtsbaum vor allem eins: wachsen. Vor allem im Juni und Juli treibt die Tanne aus und bereitet den Anbauern damit die pflegeintensivste Zeit." Für eine gerade gewachsene, schlanke Tanne müssten alle jungen Triebe eingekürzt werden, bei fehlenden Trieben oder Spitzen müsse korrigierend eingegriffen werden.

© dpa-infocom, dpa:210617-99-33679/2

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