USA verhängen neue Strafzölle auf Alu-Bleche aus Deutschland

Das US-Handelsministerium spricht von Preisdumping und will Bleche mit einer bestimmten Aluminiumlegierungen mit Strafzöllen belegen. In Deutschland könnte es Produkte im Wert von mehreren Hundert Millionen US-Dollar betreffen.
| dpa
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US-Handelsminister Wilbur Ross und sein Ministerium werfen Deutschland und 17 weiteren Staaten Preisdumping vor.
US-Handelsminister Wilbur Ross und sein Ministerium werfen Deutschland und 17 weiteren Staaten Preisdumping vor. © Ron Przysucha/US Department of State/dpa
Washington

Die US-Regierung führt vorübergehend neue Strafzölle für die Einfuhr von Blechen bestimmter Aluminiumlegierungen aus Deutschland und 17 weiteren Staaten ein.

Aus der Bundesrepublik wurden 2019 solche Produkte im Wert von rund 290 Millionen US-Dollar eingeführt - deutlich mehr als aus den anderen betroffenen Ländern. Das US-Handelsministerium wirft Importeuren aus diesen Staaten Preisdumping vor. Insgesamt geht es demnach um Einfuhren im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar.

Die neuen Zölle sollen sich nach der Höhe der angeblich künstlich niedrigen Einfuhrpreise richten. Im Fall von Deutschland könnten das dem Ministerium zufolge zwischen 51 Prozent und 353 Prozent des Warenwerts sein. Der Zoll werde angewiesen, die vorläufige Gebühr bei der Einfuhr in bar zu erheben, hieß es. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig. Alle Parteien können sich nun dazu äußern, am 5. April nächsten Jahres soll final über die Zölle entschieden werden.

© dpa-infocom, dpa:201009-99-887485/3

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