Thomas-Cook: Entschädigung kostet Staat weniger als gedacht

Nachdem Thomas Cook 2019 pleite gegangen war, sprang der Staat ein und entschädigte Kunden. Aber dafür musste offenbar weniger Geld ausgegeben werden als erwartet.
| dpa
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Das Archivfoto zeigt die ehemalige Zentrale der deutschen Thomas Cook in Oberursel.
Das Archivfoto zeigt die ehemalige Zentrale der deutschen Thomas Cook in Oberursel. © Frank Rumpenhorst/dpa
Berlin

Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kommen den Staat bislang deutlich weniger teuer zu stehen als befürchtet. Bis Ende Juni 2021 seien nur 130,5 Millionen Euro an die Opfer der Reisepleite überwiesen worden, sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums am Sonntag.

Ursprünglich habe Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit 225 Millionen Euro gerechnet. Inzwischen seien mit 95.600 Fällen aber bereits 91 Prozent der Anmeldungen erledigt. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" (Montag) über die Zahlen berichtet.

Hintergrund ist die Insolvenz des damals nach Tui zweitgrößten Reisekonzerns Thomas Cook im September 2019. Hunderttausende Kunden waren betroffen. Die Versicherung hatte damals nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, weshalb schließlich der Staat einsprang. Viele Kunden haben sich dem Sprecher zufolge aber ihr Geld nicht über das Portal zurückgeholt, das für die Auszahlung der Staatsgelder zuständig ist, sondern über andere Stellen, etwa Kreditkartenanbieter.

© dpa-infocom, dpa:210718-99-429595/2

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