Studium: So werden die Weichen für Berufs- und Lebensweg gestellt

Die Weichen, die mit einem Studium gestellt werden, wirken sich auf vielfältigste Weise auf das gesamte Leben aus. Worauf man also bei einer Hochschul-Ausbildung achten sollte.
| Angelika Lasters
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Früh übt sich: Mit den richtigen Entscheidungen lässt sich das Studium auch genießen.
Früh übt sich: Mit den richtigen Entscheidungen lässt sich das Studium auch genießen. © adobe.stock / Jacob Lund

1,47 Millionen Einwohner hat München. Nicht weniger als knapp zehn Prozent davon, genauer gesagt rund 131.000 Menschen, sind an einer der Hochschulen im Stadtgebiet immatrikuliert. Das Studium ist eine extrem wichtige Zeit. Allerdings sehen viele sie nur als eine Mischung aus Berufsvorbereitung und der vielleicht ersten Gelegenheit im noch jungen Leben, fernab vom elterlichen Haushalt alleine zu bestehen. Natürlich stimmt das auch. Dennoch sollten diese wenigen Jahre auch darüber hinaus genutzt werden. Denn die Weichen, die hier gestellt werden, wirken sich auf vielfältigste Weise auf das gesamte Leben aus.

Das Leben in vollen Zügen genießen und nicht an morgen denken. So lautet das Motto vieler Studierender, nicht nur in München. Ein Stück weit ist das auch vollkommen in Ordnung, denn das Studium sollte eine möglichst unbeschwerte Zeit sein – was durch Zeitdruck, Prüfungen & Co ohnehin oft schwierig ist. Es fehlt also die Lust oder die Energie, um sich bereits Gedanken über den weiteren Berufs- und Lebensweg zu machen. Doch das ist wichtig, denn viele Weichen können bereits im Studium gestellt werden und somit ist einem das spätere Ich nur allzu oft dankbar, wenn diese Themen eben nicht (vollständig) beiseite geschoben wurden. Folgende „Bucket List“ sollten sich daher alle Studenten zu Herzen nehmen – aber nicht als lästige Pflicht begreifen, sondern als eine wichtige Chance für die eigene Zukunft:

1. Den Grundrahmen festlegen, wie das künftige Erwachsenenleben aussehen soll

Erwachsen sein – davon träumen viele Kinder und Jugendliche, doch nur selten haben sie eine realistische Vorstellung, was das überhaupt bedeutet. Endlich ausziehen. Endlich auf eigenen Beinen stehen. Endlich selbst entscheiden. Auf diese Dinge freuen sich viele angehende Studierende, wenn sie sich in der Hochschule einschreiben und bei den Eltern ausziehen. Doch schnell kommt dann die Ernüchterung, denn das Erwachsenenleben geht auch mit (ungeahnten) Verpflichtungen einher. Das kann zu Überforderung oder einem Gefühl der Desillusionierung führen. Doch das ist kein Grund zur Panik. Denn das Erwachsenenleben ist nicht per se schlechter. Es bringt, wie alles im Leben, eben Vor- und Nachteile mit sich. Das Studium ist somit eine perfekte Möglichkeit, um Ordnung in das neue Leben zu bringen. Es ist sozusagen ein sanfter Übergang, denn häufig wird man noch durch das Elternhaus unterstützt oder durch BAföG oder durch die Hochschule & Co - und steht mit eventuellen Problemen nicht alleine da.

Eine perfekte Gelegenheit also, um sich Gedanken darüber zu machen, wie das Erwachsenenleben in Zukunft aussehen soll; und um langsam hineinzuwachsen. Das verhindert, dass man nach dem Studium von der Realität eingeholt wird und völlig überfordert, dann aber vielleicht damit alleine ist. Schon während dem Studium die Zügel in die Hand zu nehmen, beispielsweise die Finanzen zu regeln, sich eine bezahlbare Wohnung zu suchen und ähnliche Maßnahmen zu ergreifen, kann einem daher das künftige Erwachsenenleben erleichtern. Und dafür ist man sich selbst irgendwann ziemlich dankbar.

2. Sich zumindest testweise an einer festen Beziehung versuchen

„Generation beziehungsunfähig“ – so werden die jungen Leute von heute gerne betitelt. Tatsächlich gibt es, vor allem in Großstädten, viele Studierende, die sich nicht fest binden wollen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Sie wollen vielleicht keine Kompromisse eingehen, haben Angst vor Verletzung oder können sich in der großen Auswahl von Tinder & Co schlichtweg nicht entscheiden. Viele gehen auch davon aus, dass ihnen nach dem Studium noch genügend Zeit bleibt, um den Richtigen beziehungsweise die Richtige zu finden und eine ernsthafte Beziehung einzugehen. Prinzipiell stimmt das. Doch die Sache hat einen Haken: Beziehungen sind keine Selbstläufer. Sie bedeuten Arbeit und erfordern eine gewisse persönliche Reife. Jeder muss erst einmal lernen, wie eine Beziehung funktioniert. Wer also während dem Studium (oder zuvor) damit keine Erfahrungen sammelt, hat später ein größeres Risiko, dass feste Beziehungen scheitern.

Es ist daher durchaus sinnvoll, sich schon im Studium auf eine feste Beziehung einzulassen. Diese Beziehung muss auch nicht für immer halten. Doch sie ist eine Gelegenheit zum Lernen und daher eine wichtige Lektion für das spätere Erwachsenenleben. Zudem handelt es sich um eine Phase im Leben, in der man noch ausprobieren kann, wenn es um die eigenen Beziehungen oder um die Sexualität geht. Je mehr Erfahrungen in dieser Zeit gemacht werden, desto eher weiß man anschließend, was zu einem passt und wer. Das kann folgenschwere Fehlentscheidungen verhindern, wenn es eines Tages nach der Studienzeit um wirklich wichtige Beziehungsfragen wie eine Heirat geht.

3. Anfangen, das Thema Finanzplanung ernsthaft zu beginnen

In finanzieller Hinsicht war das Leben vieler Studierender bislang unbeschwert. Mit etwas Glück hält diese Unbeschwertheit auch in der Studienzeit an, beispielsweise durch die bereits erwähnte Unterstützung der Eltern oder das BAföG. Doch nun beginnen auch die ersten finanziellen Verpflichtungen wie die Mietzahlungen für das WG-Zimmer. Gerade in München sind diese bekanntlich alles andere als günstig. Mit steigendem Lebensalter nehmen diese Verpflichtungen häufig zu. Man kauft vielleicht ein eigenes Auto oder irgendwann ein Eigenheim. Doch nach dem Studium fällt dadurch die externe Unterstützung weg, sprich jeder muss seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten. Das kann gerade zu Beginn schwierig sein, wenn man vielleicht nicht direkt nach dem Studium einen Job findet oder als Berufseinsteiger unterdurchschnittlich verdient.

Wer hingegen schon früh, am besten vor oder während dem Studium, mit der Finanzplanung beginnt, kann sich viele Sorgen ersparen. Jeder kann und sollte sich schon als Student möglichst ein finanzielles Polster ansparen. Bereits wenige hundert Euro können eine große Beruhigung sein, wenn es mal zu einem Engpass kommt, weil beispielsweise die Waschmaschine kaputt geht. Je mehr Geld man auf der Seite hat, desto einfacher ist der anschließende Start ins Berufs- und damit auch ins Erwachsenenleben. Zudem können schon wenige Jahre mehr durch den Zinseszinseffekt einen großen Unterschied für das spätere Vermögen machen. Frühzeitig Geld auf die Seite zu legen und „richtig“ anzulegen, ist daher ein sinnvoller Schritt für alle Studentinnen und Studenten.

4. Mit gesundheitlicher Vorsorge starten

In jungen Jahren haben die meisten Menschen keinerlei gesundheitliche Probleme. Der Körper verzeiht noch vieles, sei es eine ungesunde Ernährung, sei es (zu) viel Alkohol auf der Party am Wochenende oder zu wenig Sport. Doch irgendwann können sich solche Gewohnheiten rächen und schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen. Sich möglichst früh einen gesunden Lebensstil anzueignen, ist daher eine wichtige Maßnahme für alle Menschen und erhöht die eigene Chance auf ein gesundes und langes Leben. Dennoch: Physische oder psychische Erkrankungen lassen sich niemals mit Sicherheit ausschließen. Auch, wenn es einem rundum gut geht, ist es daher wichtig, an morgen zu denken und für den Fall der Fälle vorzusorgen. Das bedeutet auch, dass das Studium ein guter Zeitpunkt ist, um über entsprechende Versicherungen nachzudenken. Denn viele Studierende müssen sich das erste Mal im Leben selbst krankenversichern und da bietet es sich natürlich an, einen Wechsel in Erwägung zu ziehen.

Und selbst, wenn es noch nicht so weit ist und die Familienversicherung bestehen bleibt, sollte das Thema nicht aufgeschoben werden. Denn Versicherungen können einem im Leben eine große Erleichterung bringen, falls die Gesundheit mal nicht so gut ist wie (bislang) gewohnt. Die Berufsunfähigkeit ist dabei ein wichtiges Schlagwort. Berufsunfähigkeitsversicherungen gelten als eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt. Viele Menschen schließen diese aber erst spät ab; meistens erst, wenn sich erste Beschwerden bemerkbar machen. Dann jedoch kann es zu spät sein und der Versicherungsabschluss ist nicht mehr oder nur mit Risikozuschlägen beziehungsweise Leistungsausschlüssen möglich. Am einfachsten und auch am günstigsten lässt sich diese daher von jungen sowie gesunden Menschen abschließen. Für alle Studierenden ist es daher sinnvoll, sich um die Berufsunfähigkeitsversicherung zu kümmern und damit eine wichtige Gesundheitsvorsorge für die Zukunft zu treffen.

5. Fitness und gesunde Ernährung als Normalität in den Alltag integrieren

Gesundheitsvorsorge hat aber noch eine zweite Dimension: Wie bereits erwähnt, geht es darum, sich einen gesunden Lebensstil anzueignen. Die beiden genannten Grundpfeiler, Bewegung und Ernährung, spielen dabei eine essentielle Rolle. Doch es gibt noch viele weitere Faktoren, die einen großen Einfluss auf die eigene Gesundheit haben. Stress ist dabei schon für Studenten ein wichtiges Thema. Denn viele Studierende fühlen sich durch den Leistungsdruck, die Prüfungen, die Deadlines für Studienarbeiten und weitere Anforderungen im Studium gestresst, vielleicht sogar überfordert. Nicht wenige leiden dann früher oder später in ihrer Studienzeit unter psychischen oder physischen Folgen von Stress wie Angststörungen, Magen-Darm-Problemen oder Kopfschmerzen. Auf lange Sicht kann Stress sogar noch zahlreiche weitere Folgen für die Gesundheit haben, zum Beispiel
• Bluthochdruck
• Depressionen
• Hauterkrankungen
• Herzinfarkt
• Herzrasen
• Immunschwäche
• Konzentrationsprobleme
• Müdigkeit
• Muskelverspannungen
• Panikattacken
• Rückenschmerzen
• Schlafstörungen
• Schlaganfall
• Schwindel
• Stimmungsschwankungen
• Tinnitus
• Übelkeit
• u. v. m.

Angesichts dieser Liste ist es wenig verwunderlich, dass Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit geworden ist. Sich als Student ein effektives Stressmanagement anzueignen, um diesen zu vermeiden und abzubauen, ist daher eine wichtige Lektion für das gesamte Leben. Denn auch im Berufsleben gehört Stress für viele Menschen mittlerweile zum ganz normalen Alltag, mit verheerenden Folgen, wie die Beispiele deutlich machen. Es ist daher wichtig, sich im Gesamten einen gesunden Lebensstil anzueignen, und zwar durch eine gesunde Ernährung, durch ausreichend Bewegung, durch Psychohygiene, durch Stressmanagement, durch aktive Entspannung, durch ausreichend Schlaf und, und, und…

6. Einen Führerschein machen, zumindest für Pkw

Die meisten Studenten haben bereits einen Führerschein. Wer kann, macht ihn oft so früh wie möglich, um unabhängig(er) zu sein. Vor allem junge Leute, die auf dem Dorf aufgewachsen sind, brauchten die Fahrerlaubnis, um überhaupt eigenständig zu Freunden, zur Schule, zu Hobbys & Co fahren zu können – vielleicht sogar zur Uni. Doch vor allem unter jenen Studenten, die in der Großstadt aufgewachsen sind, gibt es durchaus eine beträchtliche Anzahl, die noch keinen Führerschein besitzen. Mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz war dieser in der Vergangenheit oftmals nicht notwendig, schließlich lassen sich in Städten wie München die Hochschulen sowie alle Dinge des täglichen Bedarfs problemlos per Bus und Bahn erreichen. Zudem kostet so ein Führerschein viel Geld, sodass sich diesen manche schlichtweg bis zum Studium nicht leisten konnten oder wollten.

In solchen Fällen ist es trotzdem wichtig, diesen noch vor dem Berufseinstieg, also spätestens im Studium, zu machen. Denn ein Führerschein, zumindest die B-Klasse, wird von vielen Arbeitgebern vorausgesetzt. Schließlich kommt es häufig und unabhängig vom Job vor, dass ein Arbeitnehmer mit dem Auto von A nach B fahren muss. Je nach Beruf, den man anstrebt, können weitere Führerscheinklassen sinnvoll sein, wie jene für einen Anhänger oder LKW. Auch diesbezüglich ist es daher wichtig, schon im Studium an morgen zu denken und in einen Führerschein zu investieren – gegebenenfalls mit Hilfe eines kleinen Kredits. Es handelt sich schließlich um eine Investition in die eigene Zukunft.

7. Ein nicht mehr altersgemäßes Laster ablegen

Jeder Mensch hat seine Laster. Das gilt oft schon in jungen Jahren. Sei es das Rauchen, sei es zu viel Zeit am Smartphone, sei es die Angst vor dem Alleinsein – an Beispielen mangelt es nicht. Viele dieser Laster sind jedoch nicht förderlich für ein gesundes und glückliches Leben. Das Studium und damit der Beginn eines neuen Lebensabschnitts ist die perfekte Gelegenheit, um die eigenen Laster auf den Prüfstand zu stellen. Wenn diese nicht mehr altersgemäß oder schlichtweg nicht wünschenswert sind, weil sie der eigenen Gesundheit schaden oder nicht den eigenen Zielen dienen, beispielsweise für die angestrebte Karriere, sollte sie abgelegt werden…

8. Ein "seriöses“ Hobby finden und pflegen

…und sie sollten stattdessen durch sinnvollere Gewohnheiten ersetzt werden. Hobbys sind dabei ein wichtiges Stichwort. Auch diese können und sollten im Studium nämlich auf den Prüfstand gestellt werden. Keine Hobbys zu haben, ist dabei ebenso wenig die passende Lösung wie die falschen Hobbys (weiter) zu pflegen. Stattdessen sollte es darum gehen, ein "seriöses“ Hobby zu finden, das alle Anforderungen erfüllt: Es muss Spaß machen, der eigenen Gesundheit dienen, das Abschalten vom Unistress ermöglichen und bestenfalls auch noch gut im Lebenslauf aussehen. In erster Linie sollte das Hobby ein Ausgleich zum Studenten- und irgendwann auch zum Berufsleben darstellen. Doch Extremsportarten können die eigene Gesundheit und auch die eigenen Jobchancen gefährden. Besser sind Hobbys, die gut für die Gesundheit sind, die einem viele soziale Kontakte bescheren oder in denen man wichtige "Soft Skills“ für das spätere Berufsleben ausbildet – beispielsweise Führungskompetenzen als Kapitän der Fußballmannschaft. Die Auswahl an Hobbys, die diese Kriterien erfüllen, ist groß. So groß, dass garantiert für jeden Studenten eine passende Wahl dabei ist.

9. Einen "erwachsenen“ Look für sich finden

Kleider machen Leute, sagt man, und das hat im Berufsleben durchaus einen wahren Kern. Viele Studien belegen, dass die Wahl der Klamotten auf den Karriereerfolg einen unmittelbaren Einfluss nimmt. Spätestens bei den ersten Bewerbungsgesprächen, zum Beispiel für ein Praxissemester, muss man sich als Student daher die Frage nach seinem zukünftigen, zumindest beruflichen "Look“ stellen. Dieser kann und sollte trotzdem noch zur Persönlichkeit passen. Doch zu ausgeflippt sollte er nicht (mehr) sein, ausgenommen vielleicht in einem kreativen Beruf. Ansonsten ist Seriosität angesagt und das bedeutet ein „erwachsenes“ Auftreten. Piercings im Gesicht, bunte Haarfarben und aufreizende Kleidung sollten damit der Vergangenheit angehören, zumindest im Job. Die gute Nachricht lautet: In der Freizeit darf natürlich weiterhin jeder tragen, was ihm oder ihr beliebt.

Viele Menschen merken in den 20ern aber auch, dass sie sich sogar einen "erwachseneren Look“ wünschen. Sie definieren sich weniger als früher über Äußerlichkeiten, gewinnen an Selbstbewusstsein und finden Gefallen an schlichteren Klamotten, dezenteren Haarfarben oder mehr Natürlichkeit. Das trifft nicht auf jeden zu, doch auf eine erstaunlich große Anzahl an Studierenden sowie Berufseinsteigern. Das Ablegen des alten, jugendlichen Ichs muss daher kein Verlust sein, sondern kann ein wichtiger Schritt in Richtung des neuen Lebensabschnitts werden. Denn das Studium bedeutet ein Stück weit erwachsen zu werden, wodurch man sich zwangsläufig als Persönlichkeit weiterentwickelt und das kann auch zu äußerlichen Veränderungen führen. Es ist daher wichtig, sich auf diesen Prozess einzulassen und zumindest für berufliche Termine zukünftig seinen individuellen, eben "erwachsenen Look“ zu finden.

10. Freiwillig Verantwortung für andere übernehmen und dabeibleiben

Mit dem Erwachsensein kommt auch die Verantwortung. Wer nämlich unabhängig sein möchte, muss auch seine Miete selbst bezahlen, einen eigenen Haushalt führen und viele weitere Aufgaben übernehmen. Studierende müssen sich außerdem eigenverantwortlich an Termine wie Abgabefristen halten oder rechtzeitig auf die Prüfungen vorbereiten. Spätestens mit dem Studium kommt daher eine gewisse Verantwortung. Doch diese kann und sollte positiv betrachtet werden. Wer nämlich früh lernt, Verantwortung zu übernehmen, der wird sich auch in Zukunft mehr auf sich selbst und weniger auf andere verlassen. Verantwortung prädestiniert einen für ein erfolgreicheres Leben, vor allem – aber nicht nur – im Job. Nur, wer gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen, ist schließlich für eine Führungsposition geeignet.

Doch auch abseits des Berufslebens ist Verantwortung ein wichtiges Thema. Wer irgendwann eine feste Beziehung eingehen will, muss diese übernehmen. Wer irgendwann eine Familie gründen will, muss diese übernehmen. Wer sich ein Haustier anschafft, muss diese übernehmen. Wer eine Immobilie mietet oder kauft, muss diese übernehmen. Diese Liste könnte ewig weitergeführt werden. Verantwortung ist eine der wichtigsten Lektionen im Studentenleben. Sie macht sich daher auch in der Bewerbung gut. Verantwortung zu übernehmen, kann sich beispielsweise in einem freiwilligen Engagement widerspiegeln, das zugleich den eigenen Lebenslauf aufwertet. Für andere Verantwortung zu übernehmen, dient aber auch einem guten Sozialleben, sprich stabilen Freundschaften oder einer funktionierenden Liebesbeziehung. Und soziale Kontakte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für ein glückliches sowie gesundes Leben.

Es gibt somit viele gute Gründe, um auf allen Ebenen freiwillig in die Verantwortung zu gehen, schon im Studium. Unterm Strich gilt es, dadurch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Die eigene Zukunft wird davon am meisten profitieren!

Zusammenfassung

Studieren ist oft anstrengend, zeitlich knapp bemessen und fur viele von einem finanziell eingeschränkten Lebenswandel geprägt. Aber es ist auch eine Zeit, die in dieser Konstellation niemals wiederkehren wird: noch jung, aber schon volljährig und nicht mehr so abhängig von den Eltern. Man muss nicht alles beibehalten, was man im Studium beginnt, aufnimmt und erlernt. Aber auch neben dem Lernen fur Klausuren und den schönen Seiten des Studierendenlebens sollte diese Phase genutzt werden – vielleicht wird man sein ganzes Leben lang dankbar sein, es getan zu haben.


Die Recherche und Erstellung des Textes wurden durch eine externe Redakteurin vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.

 

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