Studie: Beim Einkaufen wird immer seltener bar bezahlt

"Mit Karte bitte" - die Zahlung mit physischem Geld wird immer seltener. Im Corona-Jahr 2020 sank die Quote der bar getätigten Käufe auf etwa 41 Prozent. Die EC-Karte wurde häufiger genutzt als zuvor.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
Eine Frau holt eine 5-Euro-Banknote aus ihrem Portemonnaie. Im Corona-Jahr 2020 haben weniger Menschen in Deutschland mit physischem Geld bezahlt.
Eine Frau holt eine 5-Euro-Banknote aus ihrem Portemonnaie. Im Corona-Jahr 2020 haben weniger Menschen in Deutschland mit physischem Geld bezahlt. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa
Köln

Bargeld spielt beim Einkaufen in Deutschland eine immer geringere Rolle.

Im Corona-Jahr 2020 wurden im stationären Einzelhandel nach einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI nur noch 40,9 Prozent der Umsätze bar bezahlt. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch mehr als 46 Prozent.

Deutlich häufiger wurde dagegen die Girocard, früher EC-Karte, in Geschäften eingesetzt. Immerhin 40,1 Prozent der Umsätze wurden mit ihrer Hilfe bezahlt - ein Plus von 6,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Bei Einbeziehung des Online-Handels schrumpft der Umsatzanteil des Bargeldes sogar auf 35,1 Prozent. Auch die Girokarte spielt bei Online-Einkäufen keine große Rolle und kommt deshalb bei Berücksichtigung aller Einkaufswege lediglich auf einen Umsatzanteil von 34,3 Prozent.

Weitere 9 Prozent der Umsätze wurden mit Kreditkarten bezahlt, 7,9 Prozent durch Bankeinzug oder Lastschrift. Andere Bezahlmethoden wie die Zahlung auf Rechnung oder mit Paypal spielten zwar online eine große Rolle, kamen aber im Einzelhandel insgesamt nur auf Umsatzanteile deutlich unter 10 Prozent.

Insgesamt wurden laut EHI im deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr 510 Milliarden Euro mit physischen Gütern stationär und online umgesetzt. Während der Umsatz in den Geschäften und Kaufhäusern im Vergleich zu 2019 von 445 auf 435 Milliarden Euro schrumpfte, konnte der Online-Handel seine Umsätze von 61 Milliarden auf 75 Milliarden Euro steigern.

© dpa-infocom, dpa:210708-99-305902/3

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen