ProSiebenSat.1 peilt Rekordumsatz auch im Gesamtjahr an

Nach der Corona-Flaute gibt die deutsche Wirtschaft wieder mehr Geld für TV-Werbung aus. Nicht zuletzt dadurch sieht sich ProSiebenSat.1 in allen Bereichen auf Wachstumskurs.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
Artikel empfehlen
ProSiebenSat.1 ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden.
ProSiebenSat.1 ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden. © Sven Hoppe/dpa
München

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat dank unerwartet kräftig gestiegener Werbeeinnahmen im zweiten Quartal einen Rekordumsatz erwirtschaftet und seine Jahresprognose erhöht.

Vorstandssprecher Rainer Beaujean sagte am Donnerstag in Unterföhring, auch die Datingportale und Internetshops entwickelten sich positiv: "Wir sind in allen Segmenten auf Wachstumskurs."

Neue Geschäftsmodelle zahlen sich aus

Als Jahresumsatz peilt er jetzt mindestens 4,4 Milliarden Euro an - den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte und rund 7 Prozent über dem Umsatz des Vor-Corona-Jahres 2019. Den Betriebsgewinn erwartet er bei 820 Millionen Euro und damit allerdings 6 Prozent unter dem Wert von 2019. Der Konzern investiere viel in neue Geschäftsmodelle; das zahle sich langfristig aus, sagte Beaujean. "Alle Neuinvestitionen müssen sich mit mindestens 18 Prozent verzinsen." Zugleich baut der Konzern Schulden ab.

Werbewirtschaft besser als erwartet erholt

Im zweiten Quartal erwirtschaftete ProSiebenSat.1 gut eine Milliarde Euro Umsatz und 123 Millionen Euro Gewinn. "Treiber war das Werbegeschäft, das sich noch stärker als erwartet von der Pandemie erholt hat", sagte der Vorstandssprecher. "Das Wachstum der Werbeeinnahmen hat sich im Juli fortgesetzt, getrieben von Lebensmittel, Pharma und Dienstleistungen."

Im ersten Halbjahr kam der Konzern damit auf zwei Milliarden Euro Umsatz, ein um Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis von 308 Millionen und 189 Millionen Euro Gewinn. Die Entertainment-Sparte mit den Fernsehsendern samt digitalen Kanälen und Produktionsfirmen erwirtschaftete zwei Drittel des Umsatzes und mehr als drei Viertel des Betriebsgewinns.

Gegen Netflix behaupten

Mit lokalen und Live-Formaten will sich ProSiebenSat.1 gegen US-Plattformen wie Netflix behaupten. Nächste Woche zeigt Sat.1 das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga, im September startet auf ProSieben die wöchentliche Infotainmentshow der vormaligen ARD-Moderatoren Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel.

Der Umsatzzuwachs im deutlich weniger profitablen Geschäft der Internetshops und Vergleichsplattformen wurde erneut durch die Online-Parfümerie Flaconi getrieben. Für sie sucht ProSiebenSat.1 einen Käufer, der ihre internationalen Expansion beflügeln kann. Bei der Dating-Sparte ParshipMeet schlugen die Konsolidierung der Meet-Gruppe und der Bereich Live-Video positiv zu Buche. Miteigentümer General Atlantic wolle seine Anteile Anfang nächsten Jahres verkaufen, "wir bleiben Mehrheitsaktionär", sagte Baujean.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-723700/4

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen Artikel empfehlen