Maschinenbauer erleben heftigsten Dämpfer seit Finanzkrise

Der Industriezweig verzeichnete 2020 elf Prozent weniger Bestellungen als im Vorjahr. Trotz einer leichten Erholung im Herbst spricht der Branchenverband von weiter "ernstzunehmenden Belastungen".
| dpa
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Nockenwellen für Fahrzeuge aus deutscher Herstellung sind im Ausland beliebt. Doch in der Pandemie kämpfen Deutschlands Maschinenbauer mit Exportproblemen.
Nockenwellen für Fahrzeuge aus deutscher Herstellung sind im Ausland beliebt. Doch in der Pandemie kämpfen Deutschlands Maschinenbauer mit Exportproblemen. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa
Frankfurt/Main

Deutschlands Maschinenbauer haben im Corona-Jahr 2020 den heftigsten Nachfrageeinbruch seit der Finanzkrise erlebt.

Trotz der im Herbst einsetzenden Erholung sanken die Bestellungen bereinigt um Preiserhöhungen (real) um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Aus dem Inland kamen sechs Prozent weniger Aufträge, im Auslandsgeschäft gab es ein Minus von 13 Prozent.

Insgesamt sei es stärkste Dämpfer seit der Finanzkrise 2008/09 gewesen.

"Für uns als exportorientierte Branche ist entscheidend, dass die globale Nachfrage in diesem Jahr wieder stärker in Schwung kommt und möglichst störungsfrei bedient werden kann", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Trotz des zweiten Lockdowns in vielen europäischen Ländern endete das vergangene Jahr versöhnlich für die deutsche Schlüsselindustrie mit mehr als einer Million Beschäftigten. Die Unternehmen verbuchten ein Auftragsplus von real sieben Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat.

Die im Herbst begonnene Erholung stehe allerdings unverändert auf wenig festem Grund, sagte Wiechers. "Die Pandemie ist nicht vorbei, und die immer wieder aufflammenden Diskussionen um Lockdowns sowie die verschärften Reiserestriktionen sind ernstzunehmende Belastungen und erschweren einen nachhaltigen Aufschwung."

Die mittelständische geprägte Branche rechnete zuletzt mit einem Produktionszuwachs von vier Prozent im laufenden Jahr nach einem erwarteten Einbruch von 14 Prozent 2020.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-297784/3

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