Lieferando stockt Stundenlohn für Fahrer auf

Die Arbeitsbedingungen bei Essenslieferdiensten stehen immer wieder in der Kritik. Branchenprimus Lieferando hat den Stundenlohn für seine Fahrer erhöht. Gut, aber nicht gut genug?
| dpa
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Ein Lieferando-Fahrer auf dem Weg zum nächsten Kunden.
Ein Lieferando-Fahrer auf dem Weg zum nächsten Kunden. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Fahrer beim Lieferdienst Lieferando erhalten seit Anfang des Jahres einen Lohn von mindestens elf Euro die Stunde und damit einen Euro mehr als zuvor.

"Der garantierte Stundenlohn steigt auf elf Euro, ermöglicht inklusive Boni und Pauschalen Verdienste von bis zu 18 Euro pro Stunde", teilte das Unternehmen am Montag mit. "Zudem erhalten alle Lieferando-Fahrer ein Dienst-Smartphone und -Fahrrad angeboten." Das war laut einem Unternehmenssprecher bislang nur in einigen Städten der Fall und soll nun bis Ende März bundesweit eingeführt werden.

Aus Sicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten bleibt die Bezahlung unzureichend. Viele Fahrer könnten mit Boni im günstigen Fall nur rund 14 Euro erreichen. "Wir wollen einen verlässlichen Stundenlohn von mindestens 15 Euro", sagte Gastgewerbe-Experte der Gewerkschaft, Christoph Schink. Das Bonussystem müsse weg, weil es für die Fahrer zu gefährlicher Hetze führe.

Die Auslieferer können sich nach Lieferando-Angaben fortan entscheiden, ob sie ein gestelltes Fahrrad von Lieferando nutzen wollen, ihr eigenes, oder ein geleastes Rad von einem entsprechenden Anbieter. In den letzteren beiden Fällen erhielten sie laut Lieferando eine Kilometerpauschale von 14 Cent pro Kilometer. Die Gewerkschaft verwies darauf, dass das Unternehmen damit eine Gerichtsentscheidung zur Ausrüstung umsetzt. "Es klingt alles ganz gut", sagte Schink. "Wir werden das aufmerksam beobachten."

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